Dokutheater: Angst essen Seele auf

nach R. W. Fassbinder

Im Dezember 2019 feiert das Dokutheater „Angst essen Seele auf“, produziert von der OEW, Premiere. Im Stück geht es um die Liebe zwischen einem jungen Mann aus Marokko und einer älteren Frau aus Deutschland und den sozialen Implikationen, die ihre Beziehung mit sich bringt.

Als Emmi eines Abends eine Kneipe betrifft, aus der arabische Musik dringt, lernt sie El Hedi Ben Salem M’Barek Mohammed Mustafa kennen, den alle schlicht Ali nennen. Die beiden scheinen recht unterschiedlich zu sein – sie stammt aus Deutschland, er aus Marokko. Außerdem ist Emmi 20 Jahre älter als er. Als Ali sie zum Tanz auffordert und nach Hause begleitet, entsteht eine zarte, verständnisvolle Liebe zwischen ihnen. Doch ihre Beziehung stößt auf breite Ablehnung, denn das Paar wird zum Ventil für Neid und rassistischen Hass. Und so müssen Emmi und Ali für ihre Liebe kämpfen.

Um im Stück den Südtirolbezug herzustellen, ist die OEW gemeinsam mit vielen jungen Freiwilligen auf Stimmenfang gegangen und hat Jung und Alt nach ihren Ängsten, Erfahrungen und Visionen befragt. Ihre Antworten finden im Stück ihren Ausdruck wieder.

Wie aktuell das bitter-ironische Melodram aus den 1970er Jahren auch in Zeiten von Flüchtlings„krisen“ und rechtspopulistischer Gesinnung ist, vermag die Regisseurin Michaela Senn (Sterzing/Innsbruck) mithilfe einer interkulturellen Profi-Laienbesetzung geschickt zu vermitteln.

Regie: Michaela Senn
Hauptrollen: Margot Mayrhofer, Olcayto Uslu
Künstlerische Beratung: Anna Heiss
Produktion: OEW-Organisation für Eine solidarische Welt
In Zusammenarbeit mit: Freiwilligen des Projekts VOLPOWER der Europäischen Kommission, Gruppe Dekadenz, Stadttheater Sterzing, Theater im Hof Bozen, UFO Bruneck

Infos und Anmeldung von Oberschulklassen: Tel. 0472 208205, bildung@oew.org

Unterstützt durch die Autonome Provinz Südtirol.