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Das oew-Filmfestival

Der Film ist das Medium der Jugend – ein Filmfestival ein hervorragender Rahmen, um brisante Themen mit Schüler*innen zu diskutieren. Hier setzt das oew - Filmfestival für deutsche, ladinische und italienische Ober- und Berufsschüler*innen an.
Im November startet das neue Filmfestival. Der aktuelle Flyer kann hier heruntergeladen werden.

 

2018 – Gegen den Strom. Der lange Weg zur Gleichberechtigung

 

Mo 05.11.18 | 8.30 Uhr
Die göttliche Ordnung
deutsch
Ariston Saal Meran

Di 06.11.18 | 8.00 Uhr
Die göttliche Ordnung
deutsch
Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders

Di 06.11.18 | 8.00 Uhr
Mein Herz tanzt
deutsch
UFO Bruneck

Mi 07.11.18 | 8.00 Uhr
Ich, Daniel Blake
deutsch
UFO Bruneck

Do 08.11.18 | 8.00 Uhr
3 Generations
italiano
Forum Brixen

Do 08.11.18 | 10.40 Uhr
3 Generations
englisch
Forum Brixen

Fr 09.11.18 | 8.00 Uhr
Der sechste Kontinet
deutsch
Forum Brixen

Diese fünf Filme erzählen von Menschen, für die in der Gesellschaft kein Platz ist. Aufgrund ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Identität, ihrer sozialen Schicht, ihres gesundheitlichen Befindens oder ihres Werdegangs werden sie an den Rand der Gesellschaft gedrängt, sollen ruhig bleiben und ihre Situation akzeptieren. Doch diese Filme erzählen,  wie sie ihren Platz und ihre Rechte zu erkämpfen versuchen   –  mal lauter, mal leiser.

 

Filme: Im Mittelpunkt stehen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden und um ihren Platz kämpfen.

Vor- und Nachbereitung: Den Lehrpersonen werden umfangreiche Unterlagen und Arbeitsmaterialien zur Vor- und Nachbereitung der Filme zur Verfügung gestellt. Ein*e Expert*in kommt in den Wochen nach den Filmvorführungen für zwei Stunden kostenfrei in die Klasse, um das jeweilige Filmthema mit den Schüler*innen zu vertiefen.

Informationsmaterialien: Die Materialien zu den einzelnen Filmen werden per E-Mail zugeschickt. Buchpakete zu den jeweiligen Themen können in der oew-Fachbibliothek Eine Welt ausgeliehen werden.

Kosten: Jede*r Schüler*in zahlt pro Film fünf Euro. Der Eintritt für Begleitpersonen ist kostenlos. Die zweistündige Nachbereitung mit einem*r Expert*in ist im Preis inbegriffen.

Infos und Anmeldungen Tel. 0472 208209, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Anmeldungen bis spätestens 26.10.18

 

 

Die fünf Filme des  Filmfestivals 2018

 

Die göttliche Ordnung

Schweiz| 2017 | 96 Minuten | Regie: Petra Volpe | Darsteller*innen: Marie Leuenberger, Rachel Braunschweig, Marta Zoffoli u.a. | Genre: Komödie, Drama  | Themen: Sexismus, Frauenrechte, Wahlrecht, Zivilcourage


 Schweiz, 1971: Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die mit ihrem Mann, den zwei Söhnen und dem missmutigen Schwiegervater in einem beschaulichen Dorf im Appenzell lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren. Die Dorf- und Familienordnung gerät jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenwahlrecht einzusetzen, über dessen Einführung die Männer abstimmen sollen. Von ihren politischen Ambitionen werden auch die anderen Frauen angesteckt und proben gemeinsam den Aufstand. Beherzt kämpfen die züchtigen Dorfdamen bald nicht nur für ihre gesellschaftliche Gleichberechtigung, sondern auch gegen eine verstaubte Sexualmoral. Doch in der aufgeladenen Stimmung drohen Noras Familie und die ganze Gemeinschaft zu zerbrechen.

 

Mein Herz tanzt

Israel, Deutschland | 2014 |105 Minuten | Regie: Eran Riklis | Darsteller*innen: Tawfeek Barhom, Danielle Kitzis, Michael Moshonov u.a. | Genre: Drama  | Themen: Nahost-Konflikt, Zusammenleben, Herkunft, Privilegien

 Eyad wird als bislang erster und einziger Palästinenser an einer Elite-Schule in Jerusalem angenommen. Er ist sehr bemüht, sich seinen jüdischen Mitschüler*innen und der israelischen Gesellschaft anzupassen. Und dann ist da Yonatan, er sitzt im Rollstuhl, ein Außenseiter wie Eyad. Schon bald entsteht zwischen den beiden eine ganz besondere Freundschaft. Sein Leben in Jerusalem nimmt eine Wendung, als sich die schöne Naomi und Eyad ineinander verlieben. Eine Liebe, die gegenüber Familie und Freund*innen geheim bleiben muss. Naomi möchte gegen alle Widerstände zu Eyad stehen, und auch Eyad ist bereit, alles für Naomi zu tun. Auf seiner Suche nach Zugehörigkeit muss Eyad schließlich erkennen, dass er eine Entscheidung fällen muss, die sein Leben für immer verändern wird. 

 

Ich, Daniel Blake

Großbritannien| 2016 | 100 Minuten | Regie: Ken Loach | Darsteller*innen: Dave Johns, Hayley Squires u.a. | Genre: Drama | Themen: Sozialstaat, Armut und Prekarisierung, soziale Ungleichheit, Menschenwürde 

 Daniel Blake hat sein ganzes Leben lang seine Steuern bezahlt und sich geradlinig und anständig durchgeschlagen, wie es ein ganz normaler Durchschnittsengländer so tut. Doch dann bringt ihn seine Gesundheit in die Bredouille und Daniel ist plötzlich auf Sozialhilfe angewiesen. Der Staat will sie ihm nicht gewähren, weshalb er sich schon bald in einem Teufelskreis aus Anträgen, Bestimmungen und Zuständigkeiten befindet und nicht bemerkt, dass ihn die Situation gänzlich in die Knie zwingen könnte. Eines Tages trifft er auf Katie und ihre Kinder Daisy und Dylan und freundet sich mit ihnen an. Gemeinsam trotzen sie den Behörden und bekommen viel Solidarität von anderen Menschen. Doch die bürokratischen Hindernisse in einem Sozialstaat lassen sich nicht einfach so abschütteln. Aber Daniel und Katie sind fest entschlossen, nicht aufzugeben…

 

3 Generations

USA | 2015 | 89 minuti | Regia: Gaby dellal | Attori*rici: Elle Fanning, Naomi Watts, Susan Sarandon ecc. | Genre: commedia, drama | Temi:  Identità, transessualità, generazioni, autodeterminazione 

 Ray è una ragazza adolescente che non riesce a riconoscersi nel suo corpo femminile e, per questo, desidera fare un’operazione e diventare uomo. Vista la minore età però, per procedere ha bisogno del consenso legale di entrambi i genitori. Sua madre Maggie, single da tempo, oltre a dover confrontarsi con la decisione di sua figlia, deve rintracciare il padre biologico di Ray affinché dia il suo consenso per l’operazione. Dal canto suo Dolly, la nonna lesbica di Ray, trova molto difficile riuscire a supportare sua nipote in questa decisione. Queste tre donne, di tre diverse generazioni, le cui vite sono così indissolubilmente intrecciate si ritroveranno a fare i conti con la propria identità per capire meglio loro stesse e soprattutto la trasformazione di Ray. Solo in questo modo potranno ritrovare la serenità e l’equilibrio familiare

Der sechste Kontinent

Südtirol | 2017 | 85 Minuten | Regie: Andreas Pichler| Darsteller*innen:  Erwin, Hatem, Ousman, Sumi u.a. | Genre: Dokumentation | Themen:  Zusammenleben, Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit, Sozialarbeit in Südtirol

 Im Haus der Solidarität am Rande von Brixen wohnen an die 50 Menschen zusammen, allerdings nicht unbedingt freiwillig. Sie alle verbindet eines: Sie sind Gestrandete unserer Gesellschaft, die als problematisch und oft auch als nicht erwünscht gelten. Obdachlos, krank, süchtig, arbeitslos, auf der Flucht: Erwin zum Beispiel, der ExAlkoholiker, der bereits im Knast war, oder Hatem, der durch die Wirtschafskrise kurzfristig auf der Straße gelandet ist. Im Haus der Solidarität finden diese Menschen ein temporäres Zuhause. Aber wie kann so ein vielfältiges Zusammenleben funktionieren? Auf experimentelle Weise und mit verblüffenden Lösungsansätzen wird ein Rahmen geschaffen, in dem die verschiedensten Menschen wieder Halt und Selbstständigkeit finden.

 

 

Letztjährige Filmfestivals - Gewinnerfilme

Filmfestival 2017 _ True Stories

Gewinnerfilm: Nur wir drei gemeinsam

Frankreich | 2015 | 102 Minuten | Regie: Kheiron | Darsteller*innen: Kheiron, Leila Bekhti u.a. | Themen: Zusammenleben, Selbst- und Fremdbestimmung, Flucht, Zivilcourage, Banlieue, Iranische Revolution

 

Filmfestival 2016 _ (Zu-)Flucht

Gewinnerfilm: "Die Piroge"

Frankreich, Senegal, Deutschland | 2012 | 87 Min | empfohlen ab 12 Jahren | Regie: Moussa Touré | Darsteller*innen: Souleymane Seye Ndiaye, Mahamine Drame, Laïty Fall | Themen: Zweifel vor der Abfahrt, Bootsüberfahrt, Migration, Gewissensfrage, Träume


Der Preis von 1.500 Euro geht an die Partnerorganisation der oew „Acción Ecológica“, welche in Ecuador für den Erhalt des Lebensraums der indigenen Bevölkerung im Nationalpark Yasuni kämpft.

 

Filmfestival 2015 _ Träume. Unmögliches möglich machen

Gewinnerfilm: "Pride"

Der Preis von 1.500 Euro geht an das Haus der Solidarität (HdS) in Brixen, welches ökosozialen Organisationen und Menschen in schwierigen Lebenslagen ein Dach über dem Kopf bietet.

 

Filmfestival 2014 _ (Ohn)Macht

Gewinnerfilm: "Der Butler"

 Der Preis von 1.500 Euro geht an das Projekt Sembradores in Huaraz/Peru, wo Kinder mit Beeinträchtigung in Armenvierteln unterstützt werden.

 

 

Filmfestival 2013 _ Identität

Gewinnerfilm: "Almanya"

Der Preis von 1500 € geht an den Bau eines Zentrums für HIV-positive Menschen in Birongo/Uganda.
2013 feierte das Filmfestival einen runden Geburtstag. Bereits zum zehnten Mal wurden in Bozen, Brixen und Bruneck tiefgreifende und gesellschaftskritische Filme gezeigt, welche Jugendliche dazu animieren sollen, sich mit oftmals tabuisierten Themen auseinanderzusetzen. Das Thema der diesjährigen Veranstaltungsreihe war „Identität“. Etwa 1.800 Ober- und BerufsschülerInnen besuchten eine der fünf Filmvorführungen, welche anschließend in den Klassen nachbereitet wurden. Den Gewinnerfilm, Almanya, sahen etwa 150 Interessierte bei der Abschlussveranstaltung im Forum Brixen. 

 

 

Filmfestival 2012 _ Zivilcourage

Gewinnerfilm: "The Help" 

Die Jury hat sich für diesen Film entschieden, da er die Behandlung der Schwarzen durch die weiße Mittel- und Oberschicht sehr realistisch und bewegend darstellt. Verzichtet wird dabei aber auf unnötiges Pathos und Kitsch. Die Handlung spielt in der Zeit, in der die Bürgerrechtsbewegung mit Martin Luther King in den USA die Gleichberechtigung der Schwarzen in der amerikanischen Gesellschaft einforderte. Beeindruckt hat sie auch die schauspielerische Leistung der drei Hauptfiguren Skeeter, Mini und Aibileen. Alle drei Figuren zeigen sehr viel Zivilcourage und wirken völlig authentisch.

Der Preis von 1.500 Euro geht an das oew-Projekt „Vida y Esperanza“ in Cochabamba/Bolivien, wo Kinder aus benachteiligten Familien eine Schulbildung bekommen und wo ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird.

 

Filmfestival 2011 _ FreundIn hinzufügen

Gewinnerfilm: "Themba"
Mit dem Gewinnerfilm verbunden ist ein Preis von 1.500 Euro, der an das Straßenkinderprojekt “Camm” in Recife, Brasilien, geht. Das Zentrum bietet Minderjährigen eine Chance auf Entwicklung und Bildung und versucht die Kreisläufe von Gewalt und sexueller Ausbeutung zu durchbrechen.

 Der Gewinnerfilm beschreibt die Realität des 11jährigen Themba aus Südafrika, einen großen Fußballtraum zu leben und sich mit der HIV-Infizierung auseinanderzusetzen. Trotz der Verzweiflung der Menschen aufgrund der Armut und Krankheit, wird Afrika in all seinen Farben vorgestellt, es wird eine positive Botschaft herübergebracht, meint die Jury, und dass Themba öffentlich über seine HIV-Infektion redet, heißt, dass er sich nicht vor der Krankheit schämt und offen zur ihr steht.

 

Filmfestival 2010 _ Duft von Freiheit

Gewinnerfilm: "Ein Augenblick Freiheit"

Wir haben diesen Film gewählt, da er sehr packend die tragischen Schicksale von iranischen Flüchtlingen erzählt. Die großen humanitären Missstände werden mit viel Leichtigkeit und trockenem Witz anhand von großartigen Figuren dargestellt. Man lacht und weint zugleich, kommentiert Jonas Ferdigg im Namen der Jury. Das Preisgeld von 1.500 Euro geht an "Sponsoring Children Uganda-Rachele Rehabilitation Centre" in Lira. Etwa 3500 ehemalige KindersoldatInnen werden dort psychologisch betreut und durch Schulbildung resozialisiert.

 

Filmfestival 2009 _ Heimat-fern 

Gewinnerfilm: "Let’s Break - Adil geht"
Das Preisgeld von 1.500 Euro geht an an die Kampagnen "Stop Ilisu - Rettet Hasankeyf!". Das Ilisu-Projekt in der Türkei ist eines der weltweit umstrittensten Staudamm-Projekte.

Mit einem geringen Buget hat die Regisseuring einen tiefsinnigen, aussagekräftigen und realistischen Film gedreht. Wir haben uns im Film wiedergefunden und glauben, dass er besonders Jugendliche berührt, argumentiert die Jury ihre Entscheidung.

 

Filmfestival 2008 _ Um- und Aufbruch zu großen Veränderungen des Lebens

Gewinnerfilm: "Freedom Writers"
Im Rahmen der Gewinnerfilmaufführung wurde das symbolische Preisgeld von € 1.500 an oew-Vorstandsmitglied Patrick Kofler überreicht. Das Geld kommt dem Projekt in Chochabamba/Bolivien zugute, damit Veränderungen im Leben der Bevölkerung, beispielsweise im Bereich der Arbeitsplatzbeschaffung, bewirkt werden können.

Eine junge Lehrerin versucht Jugendliche aus Gangs durch eine etwas außergewöhnliche und einfallsreiche Unterrichtsmethode zu einem veränderten Handeln und Denken anzuregen, um einen Dialog herstellen zu können.

 

Weitere Themen:

Filmfestival 2007: Jugendliche auf der Suche nach ihrem Weg im Fokus des Scheinwerferlichtes

Filmfestival 2006: Zusammenleben

Filmfestival 2005: Globalisierung

Filmfestival 2004: Sklaverei

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