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oew-Partnerschaft

Ecuador: Acción Ecologica - Biodiversität Amazonasregenwald

 

Land: Quito - Ecuador 

Quito ist die Hauptstadt von Ecuador und liegt 20 Kilometer südlich des Äquators auf 2.850 Meter ü.d. Meeresspiegel.
 

Projektbeschreibung

Acción Ecologica, unser Partner in Ecuador, ist eine ecuadorianische NGO (Nicht-Regierungs-Organisation), die seit 1986 existiert. Sie ist im internationalen und lokalen ökologischen Bereich anerkannt.

Acción Ecologica wurde mit dem Ziel gegründet, die Umweltschäden zu lokalisieren und sie bekannt zu machen, deren soziale Auswirkungen auf die ecuadorianische Gesellschaft, sowie die unmäßige Ausbeutung der natürlichen Ressourcen zum Zweck der Kommerzialisierung anzuprangern. Neben dem Schutz des Regenwaldes gegen Erdölbohrungen und dem Schutz der Biodiversität stehen für das Projekt auch die Verteidigung der indigenen Bevölkerung gegen Landräuber, sowie die Stärkung der Rechte der indigenen Völker Ecuadors im Mittelpunkt. So werden zahlreiche Aktionen im Lande durch das Projekt gestartet, die zum Ziel die Sensibilisierung der Bevölkerung haben.

Acción Ecologica besteht aus Fachleuten aus verschiedenen Bereichen wie Biologen, Agrarwissenschaftlern, Landwirten, Ärzten und Korrespondenten. Sie kooperiert mit regionalen und internationalen Organisationen und Institutionen.

Mit Südtirol verbindet Acción Ecologica eine langjährige Partnerschaft durch das Klimabündnis und viele persönliche Bekanntschaften.

Problematik

Ecuadors Ökonomie ist stark abhängig vom Verkauf des Erdöls, 70% der gesamten Einnahmen stammen daraus. Die Förderung des Erdöls hat jedoch der Bevölkerung nicht viel gebracht, sondern vielmehr verheerende soziale und ökologische Folgen. Immer noch leben 38 % der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Aber auch der ecuadorianische Amazonas und die dort lebenden indigenen Völker sind bedroht.

Zwischen 1972 und 2006 beliefen sich die Einnahmen aus der Erdölförderung auf ein Drittel der Gesamteinnahmen. Heute beruht mehr als die Hälfte des Staatsbudgets auf dem Erdöl und Ecuador ist Südamerikas zweitgrößter Ölexporteur in die USA.

Bedroht wird dabei vor allem der ecuadorianische Amazonas. Die indigene Bevölkerung wird leicht Opfer von betrügerischen Verträgen, da sie nicht über ihre eigenen Rechte, über ihre Rechte als indigene Gemeinschaft und über das ecuadorianische Umweltrecht Bescheid weiß. Also kann sie leicht bei Verhandlungen über den Tisch gezogen werden.

Ein Erdölförderkonzern zerstört die Biodiversität im Regenwald, den natürlichen Kreislauf des Lebens und die Lebensgrundlage auch der indigenen Bevölkerung und der ansässigen Bauern. Auf ihrer unerschöpflichen Suche nach Erdöl machen sie da keine Unterschiede.

So bedeutet die Zerstörung des Regenwaldes durch die Erdölförderung für indigene Völker den Verlust ihres Hauses, ihres Gartens, ihrer Apotheke, ihres Spielplatzes, ihrer Schule, ihres "Supermarktes", ihrer "Kirche", ihres "Kinos", denn all dies und noch vieles mehr ist der Regenwald für seine Bewohner.

Der Mensch verliert seine Identität, seinen kulturellen Hintergrund. Die Wenigsten schaffen den Umstieg auf die westliche Gesellschaftsform und die Krankheiten, die in Erdölfördergebieten vorkommen, sind unzählig.
 

Projektträger vor Ort

Acción Ecologica, www.accionecologica.org - Kontakt: Alexandra Velasco
 

Freiwillige Praktika

Für dieses Partnerschaftsprojekt sind freiwillige Praktika möglich, jedoch nur im Zusammenhang mit einer Ausarbeitung der eigenen Diplomarbeit oder einer Facharbeit zu umweltpolitischen Thematiken, sowie in Verbindung mit einem Studium.

Die Freiwilligen sollten selbstständig arbeiten können, Erfahrung in der empirischen Forschung, sowie Computerkenntnisse und Interesse an politischen Fragestellungen haben.

Voraussetzung sind eine Mindestaufenthaltsdauer von drei Monaten und gute Spanischkenntnisse.

 

 

 

 
 

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