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Projekt Uganda

Cornelia Patscheider

Es war 3.00 Uhr nachts, als ich aus dem Flugzeug stieg und im Osten Afrikas gelandet war. Genauer gesagt, in Entebbe, einer Stadt in Uganda. Ich war sehr gespannt darauf, ob mich wohl die „Schwestern“, wie vereinbart abholen würden. Tatsächlich, schon von weitem erkannte ich sie in ihrem „Schwesternkleid“, mit offenen Armen und strahlenden Gesichtern nahmen sie mich sehr herzlich in Empfang.

Das Abenteuer konnte beginnen. Mit dem Auto fuhren wir noch geschätzte fünf Stunden bis zum endgültigen Ziel. Am Anfang waren die Straßen ganz normal, aber der letzte Abschnitt fühlte sich recht turbulent an und man wurde bis auf die Knochen durchgeschüttelt, bis wir schließlich Birongo erreichten, ein Dorf im Süd-Westen des Landes. Meine Ankunft blieb nicht lange unbemerkt und schon bald befand sich eine schaulustige Menschenmenge um mich herum, die mich alle sehr freundlich und herzlich willkommen hießen. So viele neue, tolle Eindrücke konnten einem fast den Atem rauben. Durch diese offene und sehr warmherzige Art der Menschen, dauerte es nicht lange, dass ich mich sehr wohl und zu Hause fühlte.

Das Herzstück und somit meine Hauptaufgabe, war die Krankenstation in Birongo„St. Monica Health Center“, die in der Obhut der „Good Samaritan Sisters“ lag.

Selbst Hand anlegen war die Devise. Obwohl ich keine gelernte Krankenschwester bin, scheuten sie sich nicht, mir viele Aufgaben zu übertragen. Morgens und Abends war ich an der Reihe den Kranken ihre Tabletten und Medikamente zu bringen, manchmal, nein sogar ziemlich oft war Nachtwache zu halten, denn jeden Augenblick konnte eine Frau entbinden. Auch die meisten Patienten, die tagtäglich kamen auf Malaria zu testen, stand unter meinem Aufgabenbereich, Papierkram war auch zu erledigen und vieles, vieles mehr. Es war sehr spannend und auch herausfordernd, denn in so einer Krankenstation sieht man natürlich einige sehr schlimme und nicht alltägliche Dinge.

Mit zu erleben wie die Leute in ihren kleinen Lehmhäusern ums überleben kämpften und weite Strecken zurücklegen mussten um Wasser zu holen war schwierig mit anzusehen. Kleine Kinder gingen oder fuhren mit ihren alten, klapprigen Fahrrädern, die ihnen viel zu groß waren, zu den schmutzigen Wasserlöchern, um den Durst zu stillen oder damit zu kochen. Für uns kaum vorstellbar. Bemerkenswert ist dennoch ihre Lebensfreude und die Gastfreundschaft die sie einem entgegenbringen wenn man sie besucht. Ich wurde wie ein König behandelt und mit den leckersten Früchten überhäuft, obwohl sie selbst kaum etwas hatten. Und um sie glücklich zu machen reichte ein einfaches „wasuze otya“, was in L' Uganda, ihrer Muttersprache, soviel heißt wie „Guten Morgen“. Auch ein kleines Spiel mit den Schülern der nebenan liegenden Schule, ließ die Kinderaugen vor Freude leuchten.

Die Zeit verging viel zu schnell. Schon saß ich mit Tränen in den Augen im Flugzeug, zurück nach Südtirol. Mir werden diese Menschen dort und die Erfahrungen die ich gemacht habe immer in Erinnerung bleiben, sie zu Vergessen ganz zu schweigen.

 

 Projektbeschreibung

 

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