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Meine Zeit in Zambia…

Verena Rungger

Vom ersten Tag an fühlte ich mich sehr willkommen. Jeden Tag aufs Neue war es ein wunderschönes Erlebnis durch die Straßen zu gehen. Groß wie Klein begrüßen einen freundlich, vor allem die Kinder zaubern einem ein Lächeln auf die Lippen. Sie laufen uns nach, wollen unsere Hand halten oder einfach nur fragen, wie es geht. Selbst die Kleinsten, welche noch nicht mal richtig sprechen können, geben ihr bestes um zu uns „Mzungus“ (weißer Mensch) zu sagen. Aber vor allem auch die älteren Menschen strahlen einen überwältigend, an wenn man sie auf die traditionelle Art und Weiße grüßt.

Untertags hat man kaum mal Zeit für sich, immer etwas auf dem Programm oder Besuch, der an der Tür stand und „odi“ ruft. In der Nacht dann die Musik aus den Bars, Kirchengesänge oder bellende Hunde, welche durch die Gegend streiften. Kurz gesagt, es ist immer etwas los. Doch alles was geschieht, geschieht mit Ruhe. Stress scheint hier teilweise nicht zu existieren oder sonst auf eine subtilere Art und Weise. lebt den Tag wie er kommt, einen Tag nach dem anderen.

Die Menschen, die Landschaft, die Märkte und die vielen kleinen Backsteinhäuser wurden zum gewohnten Umfeld. Das Essen zu einem gewohnten und gemochten Nahrungsmittel. Die Sprache, auch wenn sie einem manchmal noch so schwer vorkam, zu gern gehörten und vertrauten Wörtern. Wie häufig man bestimmte Wörter immer noch benutzen möchte…

Auch der starke Glaube zu Gott von meinen Freunden hat mich sehr fasziniert, diese Zusammengehörigkeit, Vertrautheit… der Glaube gab ihnen so viel an Kraft und Mut. In der Kirche dabei zu sein, mit all den Gesängen und Gebeten, war ein Erlebnis der besonderen Art.

Die Ausflüge in die Dörfer außerhalb der Stadt, sind ein Stückchen Paradies auf Erden. Mitten in der Natur, das einzige was man hört, sind die Laute der Tiere. Kein Strom, kein Klo, keine Dusche… Aber ein traumhafter Ort zum verweilen, eine wunderbare Erfahrung und die Gastfreundschaft einfach überwältigend. Am Feuer sitzen, über Gott und die Welt sprechen, zusammen auf dem Feld arbeiten, Wasser holen, kochen… man wird ein Teil der Gemeinschaft.

Ich habe die Zeit mit den Kindern sehr genossen. Untertags nehme sie dirso viel deiner Energie, forderten meine Aufmerksamkeit und meine Geduld, sagen wir mal, so wie Kinder einfach sind… aber sie geben einem so viel mehr zurück.

Egal wo man hingeht oder was man macht, die Kinder sind da. Spielen, malen, basteln, Sport, werkeln…oder einfach nur bei ihnensein und gemeinsam etwas verwirklichen, was entweder real oder nur in der Fantasie leben kann.

Ich habe in Sambia viel gelacht und viel Lachen gesehen… und jeder dieser Momente gibt einem so viel wieder zurück, woraus man die neue Kraft schöpft, am nächsten Tag wieder sehr früh und munter in die Schule zur eigenen Aufgabe zu starten.

Eine kurze Geschichte zum Schluss…

Ein schöner Samstagnachmittag, Freunde aus der Schule sind bei uns zu Hause. Wir haben gekocht und es gibt Kaffe mit Keksen zum Nachtisch. Wir fallen über die Kekse her, lachen darüber und am Ende sagt ein Junge: „It´s like christmastday!!“ Ich weiß nicht, ob dieser Satz sich auf die Kekse oder auf die Situation bezogen hat, oder auf beides…?

 

 Projektbeschreibung

 

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