Fashion Revolution

Die Südtiroler Weltläden und die OEW touren vom 19. bis zum 29. April mit dem Film „Made in Bangladesh“ durch Südtirol und machen auf die prekären Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie aufmerksam.

Bangladesh ist nach China der zweitgrößte Textilexporteur. 3,2 Millionen Frauen arbeiten in der Textilwirtschaft. Der Mindestlohn in Bangladesh beträgt 63 € im Monat. Ein existenzsichernder Lohn laut Asian Floor Wage beträgt aber 370 € pro Monat. Neben niedrigsten Löhnen, ist besonders die Arbeitssicherheit in der Textilindustrie präkär. So kam es im Jahr 2013 zum Einsturz der Fabrik „Rana Plaza“ mit 1.136 Toten und 2.500 Verletzten. Multinationale Konzerne können aufgrund des fehlenden Lieferkettengesetz nicht zur Verantwortung gezogen werden. In einer an den Film anschließenden Gesprächsrunde werden weltweite Arbeitsbedingungen beleuchtet und eine Initiative zum europäischen Lieferkettengesetz vorgestellt.

Made in Bangladesh“ von Rubaiyat Hossain (2019)

Die 23-jährige Shimu arbeitet in einer Textilfabrik in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch. Um gegen die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen vorzugehen, entschließt Shimu gemeinsam mit anderen Arbeiterinnen eine Gewerkschaft zu gründen. Daraufhin wird sie von ihrem Ehemann unter Druck gesetzt. Auch von Seiten der Fabriksleitung erhält sie Drohungen. Nichtsdestotrotz lässt sich Shimu nicht unterkriegen.