Ans Eingemachte: Einfach Klasse!

Am 12. Oktober um 20:30 Uhr geht es im Keller der Dekadenz gemeinsam mit der OEW und verschiedenen Expert*innen wieder Ans Eingemachte“, dieses Mal zum Thema „Einfach Klasse – Ist sozialer Aufstieg möglich?“.

Das Thema des heutigen Abends ist Klassismus… Ja, nicht Klassizismus, Klassismus.

Mit diesen Worten beginnt „Café Populaire“, ein Theaterstück der Berliner Autorin Nora Abdel-Maksoud, das die Dekadenz im Oktober zeigt. Bei unserem Diskussionsabend in der Reihe „Ans Eingemachte!“ – organisiert von Dekadenz und OEW – greifen wir das Thema auf und verbohren uns in die Südtiroler Gesellschaftsschichten. Im Kern geht es dabei um die Fragen: Wie ist die Südtiroler Gesellschaft strukturiert? Finden Klassenkämpfe statt? Wer will sich von wem unterscheiden und zu welchen Mitteln wird dabei gegriffen? Wer steigt auf – wer ab? Und wie geht das überhaupt? Was leisten dabei soziale Gruppierungen und wie geht die Politik mit den sozialen Ungleichheiten um? Wir sprechen mit Asmaa Abdelfattah (Sprachwissenschafterin, Sterzing, Ägypten) über das Hoch und Runter zwischen Klassen, Hermann Atz (Politologe, Bozen) über Zahlen und Fakten und Anna Gschnitzer (Autorin und Dramaturgin, München) über Anpassungs- und Vermeidungsstrategien in einem neuen gesellschaftlichen Kontext.  

Es moderiert Lorenzo Vianini (Historiker und Moderator Radio Tandem) 

> Zu den Tickets geht es hier auf der Webseite der Dekadenz.

Ans Eingemachte ist eine Dikussionsreihe von OEW-Organisation für Eine solidarische Welt und Dekadenz. In unregelmäßigen Abständen wird der Keller zum Forum, in dem gesellschaftspolitische Fragen auf Augenhöhe diskutiert werden. Künstlerische Impulse regen an und führen durch den Abend.

Il 12 ottobre alle ore 20:30 torna “Ans Eingemachte”: il Dekadenz, insieme all’OEW e ad alcuni*e esperti*e propone la serata di discussione “Questione di classe: la mobilità sociale è possibile?”

Il tema della serata è il classismo… Sì, non classicismo, classismo.

Con queste parole inizia “Café Populaire“, uno spettacolo teatrale dell’autrice berlinese Nora Abdel-Maksoud, che il Dekadenz porterà in scena a ottobre. In occasione della serata di discussione della serie “Ans Eingemachte!“ – organizzata dal Dekadenz e dall’OEW – affrontiamo questo tema e ci immergiamo negli strati sociali dell’Alto Adige. La discussione ruoterà intorno alle domande: Com’è strutturata la società altoatesina? Ci sono lotte di classe? Chi vuole distinguersi da chi e attraverso quali mezzi persegue questo obiettivo? Chi sale, chi scende? E come funziona questo meccanismo? Cosa fanno i gruppi sociali in questo contesto e la politica come affronta le disuguaglianze sociali? Parleremo con Asmaa Abdelfattah (linguista, Vipiteno, Egitto) di mobilità tra le classi sociali, con Hermann Atz (politologo, Bolzano) di cifre e fatti e con Anna Gschnitzer (autrice e drammaturga, Monaco di Baviera) delle strategie di adattamento ed evitamento in un nuovo contesto sociale.

Modera Lorenzo Vianini (storico e conduttore di Radio Tandem)

All’interno del teatro Dekadenz trovano spazio, a cadenza irregolare, le domande del nostro tempo. L’OEW-Organizzazione per Un Mondo solidale e Dekadenz vi invitano alla serate di discussione “Ans Eingemachte!“. Esperti*e di diversi ambiti si confrontano con il pubblico su questioni sociali e politiche. Alcuni contributi artistici stimoleranno e guideranno il pubblico nel corso della serata.

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Wir blicken auf folgende Diskussionsreihen zurück:

 

Ans Eingemachte Teil 7: Sichtbarkeit von homosexuellen Menschen in Südtirol

Am 4. Mai machen sich OEW und Dekadenz mit Centaurus Arcigay wieder um 20:30 Uhr „Ans Eingemachte!“ und fragen nach homophoben Strukturen, die es – vielleicht gerade im ländlichen Raum – immer noch zu brechen gilt. Moderatorin Margot Mayrhofer, Regisseur Joachim Goller (Salzburg-Kastelruth) und Soziologin Andrea Nagy (Brixen-Innsbruck) spüren dem Thema gemeinsam mit dem Publikum auf den Zahn – wieder einmal online auf Zoom.

„Die Verachtung gegenüber Homosexuellen ist kein obsolet gewordenes Thema, wie es manche gern hätten“ schreibt Michel Bouchard. Mit „Tom auf dem Lande“ hat er ein Theaterstück geschrieben über Verlust, Trauer und einen jungen Mann, der es als unmöglich empfindet, sich vor seiner Familie in der Provinz zu outen. Während in der Dekadenz das Stück geprobt wird, berichtet ein junger Südtiroler auf Facebook von seinen Gewalterfahrungen und homophoben Attacken. Bei den Proben zur Wiederaufnahme des Stücks erscheint im Tagblatt Dolomiten ein homophober Leserbrief, der eine Welle der Solidarität nach sich zieht. Gemeinsam sprechen die Sprecher*innen mit dem Publikum über eine Welt, in der jede*r free und fabulous leben kann. Das Publikum ist gebeten mitzudiskutieren und seine schönen Gesichter zu zeigen.

Illustration: Myriam Teissl

 

Ans Eingemachte Teil 6: GEsellSCHAFFT – Wege aus der Überforderung

Arbeit, Familie, Freizeit – Lockdown, Homeschooling, Existenzangst. Die viel beschworene Zeit der Entschleunigung ist für viele eine Zeit außergewöhnlicher Belastung, Angst und Stress. Mit der Psychologin Karin Schiner und der Gewerkschafterin Angelika Hofer (CGIL-AGB) geht’s am 24. Februar um 20:30 im Zoom-Keller der Dekadenz „Ans Eingemachte!“.

In der Februar-Ausgabe des Diskussionsreihe von OEW und Dekadenz geht‘s nicht um die Frage „Woher kommt der Stress?“ Wir fragen: „Wohin damit?“ Wie schützen wir uns selbst und unsere nächsten vor dem Ausbrennen? Was können wir als Einzelne tun, was können Arbeitgeber*innen beitragen und was muss sich gesamtgesellschaftlich verändern?

 

Ans Eingemachte Teil 5: Ökotopia

Am 2. Dezember 2020 machen wir uns in der Dekadenz im Rahmen der Diskussionsreihe „Ans Eingemachte“ auf die Suche nach Visionen für ein klimagerechtes Morgen unter dem Titel „Ökotopia“. Wann? Um 20:30 auf der Online-Plattform Zoom! Mit wem? Majda Brecelj (Fridays for Future), Tazio Dalsass (Ecodesigner), Andreas Hudler (Umweltanwaltschaft Tirol).

“It is so hard to imagine anything fundamentally different from what we have now. But without these alternate visions, we get stuck on dead center. And we’d better get ready. We need to know where we’d like to go“, schreibt Ernest Callenbach in seinem Zukunftsroman „Ökotopia“ aus dem Jahr 1975. Wir machen es ihm nach: Ans Eingemachte! lädt ein zum gemeinsamen Erträumen der klimaneutralen Zukunft. Dazu haben wir drei Expert*innen aus Energie, Naturschutz und Aktivismus, die an dieser Zukunft bauen. Inspiration für die Diskussion geben uns Ökotopien von der Leinwand. Was haben filmische Traumbbilder wie das CO2-reduzierte Riesenschwein aus Okja oder die Miniaturstadt aus Downsizing an visionärem Potenzial? Es moderiert Margot Mayrhofer.
Grafik: Myriam Teissl

Ans Eingemachte Teil 4: „Wem gehört die Stadt?“

Am 6. Oktober ging es mit Dekadenz und OEW in Brixen erstmals nach dem Lockdown wieder im Anreiterkeller „Ans Eingemachte“. Um 20:30 liefern Waltraud Kofler Engl, Chafai Fatnassi und Roberto Giogliotti Inputs zum Thema „Wem gehört die Stadt – Leben zwischen Wohnblock und Schmuckkästchen“. Künstlerische Impulse regten an und führten durch den Abend.

Einst als visionäre Projekte geplant, blättert heute meist der Putz von den Wohnblocks am Stadtrand; gleichzeitig drohen mittelalterliche Gebäude in den Zentren zu schmucken Hüllen mit ausgehöhlten Innenleben zu werden. Ausgehend vom privaten Wohnumfeld kommen wir dem Leben in der Stadt auf die Spur. Gehört die Stadt ihren Bewohner*innen? Wer hat das Sagen über all das, was sie erfüllen muss (Wohnen, Arbeit, Freizeit, Konsummöglichkeiten…)? Und bleibt auch Raum für das Ausprobieren unterschiedlicher Formen des Miteinanders? Diesen und weiteren Fragen gehen wir gemeinsam mit Expert*innen aus verschiedenen Bereichen ein. Mit der Kunsthistorikerin Waltraud Kofler Engl (UniBz) verfolgen wir die städtische Entwicklung bis zu den heutigen Funktionen der Stadt nach. Wir sprechen mit Chafai Fatnassi darüber, wie sich respektvolles Zusammenleben gerade auch dort gestalten lässt, wo das gebaute Wohnumfeld vor Herausforderungen stellt; diskutieren mit Roberto Giogliotti (UniBz) den Ausverkauf städtischen Wohnraums via Airbnb und tauschen uns weiter darüber aus, was all dies mit der Gestaltung eines Bau- und Stadtimages zu tun haben kann.

 

Ans Eingemachte Teil 3: „Herr-schafft’s Zeiten“

Am 14. Mai gings auf der Facebookseite der Dekadenz und der OEW im LIVE-Stream zum 3. Mal „Ans Eingemachte“, dieses Mal mit den „Herr-schafft’s Zeiten“.

Denn Studien und Umfragen zeigen: Familien und insbesondere Frauen weltweit trifft die Corona-Krise besonders hart. Während immer mehr Frauen aus der Öffentlichkeit verschwinden, um zuhause Kinder, Job und Heimarbeit zu schaukeln, sind es die Männer, die als Krisenmanager, Entscheider und Experten im Rampenlicht stehen und folgenschwere politische Entscheidungen treffen. Warum das ein großes Problem ist, darüber diskutierte Moderatorin Barbara Plagg mit zwei Sprecherinnen am Donnerstagabend. Illustratorin Myriam Teissl (siehe Video/Grafik) zeichnete das Gespräch live mit auf. Hier oben ihr grafisches Protokoll.

Grafik: Myriam Teissl

Ans Eingemachte Teil 2: Sicherheit

„Sicherheitsgrad, Sicherheitspakt, Sicherheitsplan, Sicherheitsrat, Sicherheitswert…“ – das Wörterbuch legt nahe: Wir sind echte Sicherheitsfreaks! Doch was braucht es, damit wir uns in Sicherheit fühlen? Und in welchem Verhältnis steht dieses Gefühl zur realen Sicherheitslage? Was sind wir bereit, für unser Sicherheitsgefühl zu opfern? Und wie nutzen Politiker*innen unseren Drang nach Sicherheit? Wir sprechen mit Expert*innen aus Psychologie, Sozialem, Recht und Politik. Drei Kunstfotos von Martin Parr führen durch den Abend. Inputs lieferten Salto-Chefredakteurin Lisa Maria Gasser, Prof. Susanne Ursula Elsen der Universität Bozen und Psychologe/ Psychotherapeut Dr. Erwin Steiner; es moderierte Barbara Plagg.

Mittwoch, 29. Jänner 2020

Ans Eingemachte Teil 1: Frauenrollen

Im ersten Teil der Diskussionsreihe ging  es um das Thema Frauenrollen. Die Sprecher*innen beleuchten mit ihren Beiträgen unterschiedliche Blickwinkel zum Thema Gleichberechtigung, verorten Sexismus auf institutioneller, kultureller und individueller Ebene und laden das Publikum dazu ein, seine Meinung einzubringen: Woran liegt es, dass Frauen und Männer nach wie vor im sozialen, wirtschaftlichen und politischen Leben ungleiche Rollen einnehmen? Warum schlittern vor allem junge Mädchen wieder vermehrt in jene passiven Opferrollen, gegen die ihre Vorgängerinnen gekämpft haben? Ist Feminismus inklusiv und welche Möglichkeiten bieten neue Technologien für das Empowerment von Frauen? Drei zeitgenössische Inszenierungen von Shakespeares „Ophelia“ in Bild, Video und Audio führen durch den Abend. Inputs lieferten Morandini Michela, Sadbhavana Pfaffstaller, Patrizia Pfeifer und Raffaela Vanzetta; es moderierte Barbara Plagg.

Mittwoch, 30. Oktober 2019