Ans Eingemachte!

SAVE THE DATE: Am 6. Oktober geht es mit Dekadenz und OEW in Brixen erstmals nach dem Lockdown wieder im Anreiterkeller „Ans Eingemachte“. Um 20:30 liefern Waltraud Kofler Engl, Chafai Fatnassi und Roberto Giogliotti Inputs zum Thema „Wem gehört die Stadt – Leben zwischen Wohnblock und Schmuckkästchen“. Künstlerische Impulse regen an und führen durch den Abend. Kommt vorbei, wir freuen uns auch euch!

Einst als visionäre Projekte geplant, blättert heute meist der Putz von den Wohnblocks am Stadtrand; gleichzeitig drohen mittelalterliche Gebäude in den Zentren zu schmucken Hüllen mit ausgehöhlten Innenleben zu werden. Ausgehend vom privaten Wohnumfeld kommen wir dem Leben in der Stadt auf die Spur.

Gehört die Stadt ihren Bewohner*innen? Wer hat das Sagen über all das, was sie erfüllen muss (Wohnen, Arbeit, Freizeit, Konsummöglichkeiten…)? Und bleibt auch Raum für das Ausprobieren unterschiedlicher Formen des Miteinanders?

Diesen und weiteren Fragen gehen wir gemeinsam mit Expert*innen aus verschiedenen Bereichen ein. Mit der Kunsthistorikerin Waltraud Kofler Engl (UniBz) verfolgen wir die städtische Entwicklung bis zu den heutigen Funktionen der Stadt nach. Wir sprechen mit Chafai Fatnassi darüber, wie sich respektvolles Zusammenleben gerade auch dort gestalten lässt, wo das gebaute Wohnumfeld vor Herausforderungen stellt; diskutieren mit Roberto Giogliotti (UniBz) den Ausverkauf städtischen Wohnraums via Airbnb und tauschen uns weiter darüber aus, was all dies mit der Gestaltung eines Bau- und Stadtimages zu tun haben kann.

Ans Eingemachte ist eine Dikussionsreihe von OEW – Organisation für Eine solidarische Welt und Dekadenz. In unregelmäßigen Abständen wird der Keller zum Forum, in dem gesellschaftspolitische Fragen auf Augenhöhe diskutiert werden. Künstlerische Impulse regen an und führen durch den Abend.

 

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Wir blicken auf folgende Diskussionsreihen zurück:

Ans Eingemachte Teil 3: „Herr-schafft’s Zeiten“

Am 14. Mai gings auf der Facebookseite der Dekadenz und der OEW im LIVE-Stream zum 3. Mal „Ans Eingemachte“, dieses Mal mit den „Herr-schafft’s Zeiten“.

Denn Studien und Umfragen zeigen: Familien und insbesondere Frauen weltweit trifft die Corona-Krise besonders hart. Während immer mehr Frauen aus der Öffentlichkeit verschwinden, um zuhause Kinder, Job und Heimarbeit zu schaukeln, sind es die Männer, die als Krisenmanager, Entscheider und Experten im Rampenlicht stehen und folgenschwere politische Entscheidungen treffen. Warum das ein großes Problem ist, darüber diskutierte Moderatorin Barbara Plagg mit zwei Sprecherinnen am Donnerstagabend. Illustratorin Myriam Teissl (siehe Video/Grafik) zeichnete das Gespräch live mit auf. Hier oben ihr grafisches Protokoll.

Grafik: Myriam Teissl

Ans Eingemachte Teil 2: Sicherheit

„Sicherheitsgrad, Sicherheitspakt, Sicherheitsplan, Sicherheitsrat, Sicherheitswert…“ – das Wörterbuch legt nahe: Wir sind echte Sicherheitsfreaks! Doch was braucht es, damit wir uns in Sicherheit fühlen? Und in welchem Verhältnis steht dieses Gefühl zur realen Sicherheitslage? Was sind wir bereit, für unser Sicherheitsgefühl zu opfern? Und wie nutzen Politiker*innen unseren Drang nach Sicherheit? Wir sprechen mit Expert*innen aus Psychologie, Sozialem, Recht und Politik. Drei Kunstfotos von Martin Parr führen durch den Abend. Inputs lieferten Salto-Chefredakteurin Lisa Maria Gasser, Prof. Susanne Ursula Elsen der Universität Bozen und Psychologe/ Psychotherapeut Dr. Erwin Steiner; es moderierte Barbara Plagg.

Mittwoch, 29. Jänner 2020

 

Ans Eingemachte Teil 1: Frauenrollen

Im ersten Teil der Diskussionsreihe ging  es um das Thema Frauenrollen. Die Sprecher*innen beleuchten mit ihren Beiträgen unterschiedliche Blickwinkel zum Thema Gleichberechtigung, verorten Sexismus auf institutioneller, kultureller und individueller Ebene und laden das Publikum dazu ein, seine Meinung einzubringen: Woran liegt es, dass Frauen und Männer nach wie vor im sozialen, wirtschaftlichen und politischen Leben ungleiche Rollen einnehmen? Warum schlittern vor allem junge Mädchen wieder vermehrt in jene passiven Opferrollen, gegen die ihre Vorgängerinnen gekämpft haben? Ist Feminismus inklusiv und welche Möglichkeiten bieten neue Technologien für das Empowerment von Frauen? Drei zeitgenössische Inszenierungen von Shakespeares „Ophelia“ in Bild, Video und Audio führen durch den Abend. Inputs lieferten Morandini Michela, Sadbhavana Pfaffstaller, Patrizia Pfeifer und Raffaela Vanzetta; es moderierte Barbara Plagg.

Mittwoch, 30. Oktober 2019