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Das oew-Filmfestival

Der Film ist das Medium der Jugend – ein Filmfestival ein hervorragender Rahmen, um brisante Themen mit Schüler*innen zu diskutieren. Hier setzt das oew - Filmfestival für deutsche, ladinische und italienische Ober- und Berufsschüler*innen an.
Im November startet das neue Filmfestival. Der aktuelle Flyer kann hier heruntergeladen werden.

 

2017 – True Stories . Wahre Geschichten von Menschen mit Visionen

 

Mo 06.11.16 | 8.30 Uhr
A United Kingdom
deutsch
Ariston Saal Meran

Di 07.11.16 | 8.00 Uhr
Hidden Figures
deutsch
Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders

Di 07.11.16 | 8.00 Uhr
Hidden Figures
deutsch
UFO Bruneck

Mi 08.11.16 | 8.00 Uhr
Ein Dorf sieht schwarz
deutsch
UFO Bruneck

Do 09.11.16 | 8.00 Uhr
Suffragette
italienisch
Forum Brixen

Do 09.11.16 | 10.40 Uhr
Suffragette
englisch
Forum Brixen

Fr 10.11.16 | 8.00 Uhr
Nur wir drei gemeinsam
deutsch
Forum Brixen

Diese fünf Filme erzählen wahre Geschichten über Visionär*innen, die aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihrer politischen Ausrichtung oder ihres sozialen Status ausgegrenzt wurden. Sie kämpften um Anerkennung für sich und für benachteiligte Menschen und veränderten damit die Gesellschaft.

 

Filme: Im Mittelpunkt stehen Menschen, die mit Gerechtigkeitssinn und Idealismus für ihre Visionen kämpften und durch ihr Tun die Gesellschaft nachhaltig veränderten.

Vor- und Nachbereitung: Den Lehrpersonen werden umfangreiche Unterlagen und Arbeitsmaterialien zur Vor- und Nachbereitung der Filme zur Verfügung gestellt. Ein*e Expert*in kommt in den Wochen nach den Filmvorführungen für zwei Stunden kostenfrei in die Klasse, um das jeweilige Filmthema mit den Schüler*innen zu vertiefen.

Informationsmaterialien: Die Materialien zu den einzelnen Filmen werden per E-Mail zugeschickt. Buchpakete zu den jeweiligen Themen können in der oew-Fachbibliothek Eine Welt ausgeliehen werden.

Kosten: Jede*r Schüler*in zahlt pro Film fünf Euro. Der Eintritt für Begleitpersonen ist kostenlos. Die zweistündige Nachbereitung mit einem*r Expert*in ist im Preis inbegriffen.

Überraschungsfilm für alle Filmliebhaber*innen: Ein Film aus der Filmfestivalreihe wird am Montag den 13.11.2016 um 20.00 Uhr im Forum Brixen in Zusammenarbeit mit dem Filmclub allen Filmliebhaber*innen gezeigt. Im Anschluss gibt es ein abschließendes Buffet.

 

 

Die fünf Filme des  Filmfestivals 2017

 

A United Kingdom

Ingilterra | 2016 | 111 Minuten | Regie: Amma Asante | Darsteller*innen: David Oyelowo, Rosamund Pike, Tom Felton, u.a. | Themen: Kolonialismus, Rassismus, Apartheid, politische Interessen und Macht, Botswana


Ende der 1940er Jahre erhält das afrikanische Land Botswana plötzlich international große Aufmerksamkeit: Der Prinz des Staates, Seretse Khama, verliebt sich, während er sein Jurastudium in England absolviert, in die Londoner Büroangestellte Ruth Williams. Aus einer anfänglichen Romanze entwickeln sich schnell Heiratspläne, was in der jeweiligen Heimat der beiden Liebenden für einen Aufschrei in der Bevölkerung sorgt. Seretse und Ruth stellen sich gegen den Willen ihrer Familien, des britischen Empires und der Obrigkeit Botswanas und beginnen ihren Kampf für Unabhängigkeit in Zeiten der Apartheid, um schließlich aus dem gesellschaftlich auferlegten Exil in ihr Königreich zurückkehren zu können.

 

Hidden Figures

USA | 2016 |127 Minuten | Regie: Theodore Melfi | Darsteller*innen: Taraji P. Henson, Octavia Spencer, Janelle Monáe| Themen: Apartheid, Rassismus, Emanzipation, Bürgerrechte, Kalter Krieg, NASA

Katherine Johnson, Dorothy Vaughn und Mary Jackson sind drei herausragende afroamerikanische Frauen, die zu Beginn der 60er Jahre bei der NASA arbeiten und an vorderster Front an einem der wichtigsten Ereignisse der jüngeren Zeitgeschichte beteiligt sind. Die brillanten Mathematikerinnen sind Teil jenes Teams, das dem ersten US-Astronauten John Glenn die Erdumrundung ermöglicht. Eine atemberaubende Leistung, die der amerikanischen Nation neues Selbstbewusstsein gibt, den Wettlauf ins All neu definiert und die Welt aufrüttelt. Dabei kämpft das visionäre Trio um die Überwindung von Geschlechtergrenzen und rassistischen Strukturen und inspiriert für kommende  Generationen dazu, an ihren großen Träumen festzuhalten.

 

Ein Dorf sieht schwarz

Frankreich | 2016 | 93 Minuten | Regie: Julien Rambaldi | Darsteller*innen: Marc Zinga, Aïssa Maïga, Jonathan Lambert | Themen: Alltagsrassismus, Zusammenleben, Vorurteile, Toleranz, Anpassung

Frankreich 1975: Ein Dorf sieht schwarz, als ein aus dem Kongo stammender, frisch graduierter Arzt namens Seyolo Zantoko gemeinsam mit seiner Familie in ihre kleine Ortschaft Marly-Gomont etwas nördlich von Paris zieht. Seine Frau Anne und seine Kinder Kamini und Sivi hatten sich die Umsiedlung allerdings eher als glorreichen Umzug ins lebendige, städtische Paris vorgestellt. Es dauert nicht lange, bis die Enttäuschung der Neuankömmlinge ihren Tiefpunkt erreicht: Die Dorfbewohner*innen, die zum ersten Mal in ihrem Leben einem afrikanischen Arzt begegnen, tun alles, um den „Exoten“ das Leben schwer zu machen. Seyolo gibt jedoch nicht auf und ist fest entschlossen, hier entgegen aller Erwartungen eine neue Heimat zu finden.

 

Suffragette

Regno Unito | 2015 | 106 minuti | Regia: Sarah Gavron | Cast principale: Carey Mulligan, Meryl Streep, Helena Bonham Carter | Temi: lotta per i diritti delle donne, coraggio civile, diritto di voto, discriminazione di genere

Il film ripercorre la storia delle militanti del primissimo movimento femminista, donne costrette ad agire clandestinamente per difendersi da uno Stato sempre più brutale. Siamo nel 1912, a Londra e la storia Maud Watts, personaggio fittizio, potrebbe essere quella di molte suffraggette: la giovane donna, madre e moglie, si divide tra il lavoro sfiancante in una lavanderia industriale e la famiglia. Grazie ad una sua collega si appassiona alla causa ed entra a far parte del movimento delle suffraggette britanniche, che lottano per l’emancipazione femminile da ottenere anche, ma non solo, attraverso il diritto di voto. La vita di Maud cambierà per sempre e la sua storia, emblematica, è al contempo struggente e di ispirazione.

 

Nur wir drei gemeinsam

Frankreich | 2015 | 102 Minuten | Regie: Kheiron | Darsteller*innen: Kheiron, Leila Bekhti u.a. | Themen: Zusammenleben, Selbst- und Fremdbestimmung, Flucht, Zivilcourage, Banlieue, Iranische Revolution

Mit viel Mut, Entschlossenheit und einer ordentlichen Portion Humor kämpft Hibat mit seiner Frau Fereshteh und anderen Gleichgesinnten erst gegen das brutale Schah-Regime, dann gegen die Schergen des Ayatollah Khomeini. Als der politische Druck zu groß wird, bleibt ihnen nur die Flucht ins Ausland. Mit ihrem einjährigen Sohn Nouchi machen sie sich auf den Weg nach Frankreich und landen in den sozialen Ghettos der Pariser Banlieues. Dabei ist die Formel „nur wir drei gemeinsam“ nicht nur das Credo ihres Familienglücks, sondern auch der beste Beweis, dass alles möglich ist, wenn man zusammenhält.

 

Letztjährige Filmfestivals

Filmfestival 2016 _ (Zu-)Flucht

Gewinnerfilm: "Die Piroge"

Frankreich, Senegal, Deutschland | 2012 | 87 Min | empfohlen ab 12 Jahren | Regie: Moussa Touré | Darsteller*innen: Souleymane Seye Ndiaye, Mahamine Drame, Laïty Fall | Themen: Zweifel vor der Abfahrt, Bootsüberfahrt, Migration, Gewissensfrage, Träume


Der Preis von 1.500 Euro geht an die Partnerorganisation der oew „Acción Ecológica“, welche in Ecuador für den Erhalt des Lebensraums der indigenen Bevölkerung im Nationalpark Yasuni kämpft.

 

Filmfestival 2015 _ Träume. Unmögliches möglich machen

Gewinnerfilm: "Pride"

Der Preis von 1.500 Euro geht an das Haus der Solidarität (HdS) in Brixen, welches ökosozialen Organisationen und Menschen in schwierigen Lebenslagen ein Dach über dem Kopf bietet.

 

Filmfestival 2014 _ (Ohn)Macht

Gewinnerfilm: "Der Butler"

 Der Preis von 1.500 Euro geht an das Projekt Sembradores in Huaraz/Peru, wo Kinder mit Beeinträchtigung in Armenvierteln unterstützt werden.

 

 

Filmfestival 2013 _ Identität

Gewinnerfilm: "Almanya"

Der Preis von 1500 € geht an den Bau eines Zentrums für HIV-positive Menschen in Birongo/Uganda.
2013 feierte das Filmfestival einen runden Geburtstag. Bereits zum zehnten Mal wurden in Bozen, Brixen und Bruneck tiefgreifende und gesellschaftskritische Filme gezeigt, welche Jugendliche dazu animieren sollen, sich mit oftmals tabuisierten Themen auseinanderzusetzen. Das Thema der diesjährigen Veranstaltungsreihe war „Identität“. Etwa 1.800 Ober- und BerufsschülerInnen besuchten eine der fünf Filmvorführungen, welche anschließend in den Klassen nachbereitet wurden. Den Gewinnerfilm, Almanya, sahen etwa 150 Interessierte bei der Abschlussveranstaltung im Forum Brixen. 

 

 

Filmfestival 2012 _ Zivilcourage

Gewinnerfilm: "The Help" 

Die Jury hat sich für diesen Film entschieden, da er die Behandlung der Schwarzen durch die weiße Mittel- und Oberschicht sehr realistisch und bewegend darstellt. Verzichtet wird dabei aber auf unnötiges Pathos und Kitsch. Die Handlung spielt in der Zeit, in der die Bürgerrechtsbewegung mit Martin Luther King in den USA die Gleichberechtigung der Schwarzen in der amerikanischen Gesellschaft einforderte. Beeindruckt hat sie auch die schauspielerische Leistung der drei Hauptfiguren Skeeter, Mini und Aibileen. Alle drei Figuren zeigen sehr viel Zivilcourage und wirken völlig authentisch.

Der Preis von 1.500 Euro geht an das oew-Projekt „Vida y Esperanza“ in Cochabamba/Bolivien, wo Kinder aus benachteiligten Familien eine Schulbildung bekommen und wo ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird.

 

Filmfestival 2011 _ FreundIn hinzufügen

Gewinnerfilm: "Themba"
Mit dem Gewinnerfilm verbunden ist ein Preis von 1.500 Euro, der an das Straßenkinderprojekt “Camm” in Recife, Brasilien, geht. Das Zentrum bietet Minderjährigen eine Chance auf Entwicklung und Bildung und versucht die Kreisläufe von Gewalt und sexueller Ausbeutung zu durchbrechen.

 Der Gewinnerfilm beschreibt die Realität des 11jährigen Themba aus Südafrika, einen großen Fußballtraum zu leben und sich mit der HIV-Infizierung auseinanderzusetzen. Trotz der Verzweiflung der Menschen aufgrund der Armut und Krankheit, wird Afrika in all seinen Farben vorgestellt, es wird eine positive Botschaft herübergebracht, meint die Jury, und dass Themba öffentlich über seine HIV-Infektion redet, heißt, dass er sich nicht vor der Krankheit schämt und offen zur ihr steht.

 

Filmfestival 2010 _ Duft von Freiheit

Gewinnerfilm: "Ein Augenblick Freiheit"

Wir haben diesen Film gewählt, da er sehr packend die tragischen Schicksale von iranischen Flüchtlingen erzählt. Die großen humanitären Missstände werden mit viel Leichtigkeit und trockenem Witz anhand von großartigen Figuren dargestellt. Man lacht und weint zugleich, kommentiert Jonas Ferdigg im Namen der Jury. Das Preisgeld von 1.500 Euro geht an "Sponsoring Children Uganda-Rachele Rehabilitation Centre" in Lira. Etwa 3500 ehemalige KindersoldatInnen werden dort psychologisch betreut und durch Schulbildung resozialisiert.

 

Filmfestival 2009 _ Heimat-fern 

Gewinnerfilm: "Let’s Break - Adil geht"
Das Preisgeld von 1.500 Euro geht an an die Kampagnen "Stop Ilisu - Rettet Hasankeyf!". Das Ilisu-Projekt in der Türkei ist eines der weltweit umstrittensten Staudamm-Projekte.

Mit einem geringen Buget hat die Regisseuring einen tiefsinnigen, aussagekräftigen und realistischen Film gedreht. Wir haben uns im Film wiedergefunden und glauben, dass er besonders Jugendliche berührt, argumentiert die Jury ihre Entscheidung.

 

Filmfestival 2008 _ Um- und Aufbruch zu großen Veränderungen des Lebens

Gewinnerfilm: "Freedom Writers"
Im Rahmen der Gewinnerfilmaufführung wurde das symbolische Preisgeld von € 1.500 an oew-Vorstandsmitglied Patrick Kofler überreicht. Das Geld kommt dem Projekt in Chochabamba/Bolivien zugute, damit Veränderungen im Leben der Bevölkerung, beispielsweise im Bereich der Arbeitsplatzbeschaffung, bewirkt werden können.

Eine junge Lehrerin versucht Jugendliche aus Gangs durch eine etwas außergewöhnliche und einfallsreiche Unterrichtsmethode zu einem veränderten Handeln und Denken anzuregen, um einen Dialog herstellen zu können.

 

Weitere Themen:

Filmfestival 2007: Jugendliche auf der Suche nach ihrem Weg im Fokus des Scheinwerferlichtes

Filmfestival 2006: Zusammenleben

Filmfestival 2005: Globalisierung

Filmfestival 2004: Sklaverei

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