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Das oew-Filmfestival

 Der Film ist das Medium der Jugend – ein Filmfestival ein hervorragender Rahmen, um brisante Themen mit Schüler*innen zu diskutieren. Hier setzt das oew - Filmfestival für deutsche, ladinische und italienische Ober- und Berufsschüler*innen an.

 

 

2016 – (Zu-)Flucht

Mo 07.11.16 | 8.00 Uhr
Die Piroge
deutsch
Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders

Di 08.11.16 | 8.00 Uhr
Mediterranea
deutsch
UFO Bruneck

Mi 09.11.16 |  8.00 Uhr 
Der Marsch
deutsch
UFO Bruneck

Mi 09.11.16 | 10.40 Uhr 
Terraferma
italienisch
UFO Bruneck

Do 10.11.16 | 8.00 Uhr
Die Piroge
deutsch
Forum Brixen

Fr 11.11.16 | 8.00 Uhr
Terraferma
italienisch
Forum Brixen

Mo 14.11.16 | 8.00 Uhr
Die Farbe des Ozeans
deutsch
 Ariston Saal Meran

Das Thema Flucht ist allgegenwärtig und begleitet uns täglich. Trotzdem wissen wir nur sehr wenig über Hintergründe, Fakten, Fluchtursachen und vor allem über die Menschen selbst. Fünf Filme beleuchten die facettenreiche Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie schaffen Raum für Fragen, Diskussionen und neue Begegnungen..

Filme: Im Mittelpunkt stehen Menschen, die auf der Flucht sind oder Flüchtenden begegnen..

Vor- und Nachbereitung: Wir stellen den Lehrpersonen umfangreiche Unterlagen zur Vor- und Nachbereitung der Filme zur Verfügung. Ein*e Experte*in kommt in den Wochen nach den Filmvorführungen für zwei Stunden kostenlos in die Klasse, um das jeweilige Filmthema mit den Schüler*innen zu vertiefen.

Informationsmaterialien: Die Materialien zu den einzelnen Filmen werden per E-Mail zugeschickt. Buchpakete zu den Themen können in der oew-Fachbibliothek Eine Welt ausgeliehen werden.

Eintrittspreis Filmvorführungen: 5 Euro pro Film und Schüler*in, kostenloser Eintritt für Begleitpersonen. Eine zweistündige Nachbereitung mit einem Experten/einer Expertin ist inbegriffen.

 

Jury: Eine Jury, bestehend aus fünf Oberschüler*innen, wählt den besten Film aus.

Preis: Der Preis von 1.500 Euro geht an die Partnerorganisation der oew, "Acción Ecologica", welche in Ecuador für den Erhalt des Lebensraumes der indigenen Bevölkerung im Nationalpark Yasuni kämpft.

Gewinnerfilm für alle Filmliebhaber*innen: Der Gewinnerfilm wird am Freitag, 11.11.2016 um 20.00 Uhr im Forum Brixen prämiert und gezeigt. Der Eintritt mit anschließendem Buffet ist kostenlos.

 

 

Die fünf Filme des  Filmfestivals 2016

 

Die Piroge 

Frankreich, Senegal, Deutschland | 2012 | 87 Min | empfohlen ab 12 Jahren | Regie: Moussa Touré | Darsteller*innen: Souleymane Seye Ndiaye, Mahamine Drame, Laïty Fall | Themen: Zweifel vor der Abfahrt, Bootsüberfahrt, Migration, Gewissensfrage, Träume


In einer Küstenstadt Senegals packen einige Männer ihr Hab und Gut in Fischerboote. Unter der führenden Hand von Baye Laye treten sie eine Reise an, die die Männer möglicherweise niemals beenden werden. Doch noch schlimmer wäre die Zukunft, die sie zu erwarten hätten, wenn sie blieben, wo sie sind. Wissend, dass bereits Tausende vor ihnen dieses Vorhaben mit dem Leben bezahlt haben, stechen die Männer in See und fahren in Richtung Europa. Schon bald macht der Kampf mit den Elementen den Männern schwer zu schaffen. Noch schlimmer sind die rauen Winde an Bord des Fischerbootes selbst.

 

Mediterranea

Italien, Frankreich, Deutschland, Vereinigte Staaten, Katar | 2015 |107 Min | empfohlen ab 12 Jahren | Regie: Jonas Carpignano | Darsteller*innen: Koudous Seihon,  Alassane Sy, Pio Amato, Davide Schipilliti | Themen: Ankunft, Illegalität, Arbeitssituation, Rassismus, Unruhen in Rosarno (Kalabrien)

Um eine neue Existenzgrundlage in Europa zu finden und so auch besser für seine Tochter und seine Schwester sorgen zu können, verlässt Ayiva sein Heimatland Burkina Faso. Nach einer gefährlichen Überfahrt erreicht er gemeinsam mit seinem Freund Abas mit letzter Kraft die italienische Küste. Dort müssen sie bald feststellen, dass die harte Realität für afrikanische Einwanderer in Italien ganz anders ist, als die enthusiastischen Nachrichten von Bekannten erahnen ließen. Trotz aller Widrigkeiten gelingt es den beiden, sich nach einiger Zeit einzuleben und Arbeit auf einer Orangenplantage zu finden. Aufkommende fremdenfeindliche Unruhen bringen die Freunde aber bald in große Gefahr.

 

Der Marsch

Großbritannien | 1990 | 93 Min | empfohlen ab 12 Jahren | Regie: David Wheatley | Darsteller*innen: Malick Bowens, Juliet Stevenson, Joseph Mydell | Themen: globale Zusammenhänge, Gerechtigkeit, politische Machtkämpfe, Zukunftsvisionen

Im Sudan bricht eine Gruppe verzweifelter Menschen auf, um dem Hungertod zu entfliehen. Ihr Ziel: das gelobte Land Europa. Dem Marsch Richtung Spanien schließen sich Millionen von Menschen an. An ihrer Spitze steht Isa El-Mahdi. In Europa macht sich Panik breit – wie soll man den Flüchtenden begegnen, die mit dem Tod im Rücken marschieren? Heftige Diskussionen spalten Europa. Die einen wollen eine humanitäre Lösung, die anderen setzen auf Militär. Einig sind sie sich alle: Sie wollen eine “Festung Europa” und in einem geschützten Raum des Wohlstandes und der Ruhe leben. Isa El-Mahdi und seine Gruppe wollen das aber auch.

 

Terraferma

Italia | 2011 | 88 min | consigliato a partire ai 12 anni | Regia: Emanuele Crialese | Cast principale: Donatella Finocchiaro, Giuseppe Fiorello, Mimmo Cuticchio, Martina Codecasa | Temi: migrazione, conflitto degli abitanti dell’isola, turismo, aiuto e etica dell’azione

Un’isola siciliana di pescatori ancora intatta è appena stata raggiunta dal turismo che comincia a modificare comportamenti e mentalità dei suoi abitanti. Contemporaneamente viene invasa dagli arrivi dei clandestini e dalla nuova regola dell’espulsione: ma la cultura del mare obbliga al soccorso. Proprio in questo ambiente vive una famiglia di pescatori composta da un anziano di grande autorità, da una giovane donna che non vuole rinunciare a vivere una vita migliore e da un ragazzo che, nella confusione, cerca la sua strada. Verranno tutti messi di fronte ad una scelta.

 

  

Die Farbe des Ozeans

Deutschland, Spanien | 2011 | 92 Min | empfohlen ab 12 Jahren | Regie: Maggie Peren | Darsteller*innen: Hubert Koundé, Sabine Timoteo, Dami Adeeri, Friedrich Mücke | Themen: Asylverfahren, Aufnahmegespräche, Konflikt mit Behörden, Tourismus, Hilfe und Handlungsethik

José arbeitet als Grenzpolizist auf der spanischen Insel Gran Canaria und entscheidet täglich über das Schicksal von hunderten afrikanischen Flüchtenden: Ob sie bleiben dürfen oder gehen müssen, hängt vor allem von seinem Bericht ab. Als eines Tages ein weiteres Flüchtlingsboot mit zehn Überlebenden an den Strand gespült wird, erlebt die Touristin Nathalie das Elend aus nächster Nähe. Das Schicksal des Flüchtenden Zola und seines Sohnes
Mamadou geht ihr besonders nahe. Die Überlebenden werden in ein Lager gebracht, wo sie auf ihre Abschiebung warten sollen. Zola gelingt mit Mamadou die Flucht aus
dem Lager und Nathalie versucht ihm mit Geld zu helfen. Doch welche Art von Hilfe ist die richtige?

 

 

Letztjährige Filmfestivals

Filmfestival 2015 _ Träume. Unmögliches möglich machen

Gewinnerfilm: "Pride"

Der Preis von 1.500 Euro geht an das Haus der Solidarität (HdS) in Brixen, welches ökosozialen Organisationen und Menschen in schwierigen Lebenslagen ein Dach über dem Kopf bietet.

 

Filmfestival 2014 _ (Ohn)Macht

Gewinnerfilm: "Der Butler"

 Der Preis von 1.500 Euro geht an das Projekt Sembradores in Huaraz/Peru, wo Kinder mit Beeinträchtigung in Armenvierteln unterstützt werden.

 

 

Filmfestival 2013 _ Identität

Gewinnerfilm: "Almanya"

Der Preis von 1500 € geht an den Bau eines Zentrums für HIV-positive Menschen in Birongo/Uganda.
2013 feierte das Filmfestival einen runden Geburtstag. Bereits zum zehnten Mal wurden in Bozen, Brixen und Bruneck tiefgreifende und gesellschaftskritische Filme gezeigt, welche Jugendliche dazu animieren sollen, sich mit oftmals tabuisierten Themen auseinanderzusetzen. Das Thema der diesjährigen Veranstaltungsreihe war „Identität“. Etwa 1.800 Ober- und BerufsschülerInnen besuchten eine der fünf Filmvorführungen, welche anschließend in den Klassen nachbereitet wurden. Den Gewinnerfilm, Almanya, sahen etwa 150 Interessierte bei der Abschlussveranstaltung im Forum Brixen. 

 

 

Filmfestival 2012 _ Zivilcourage

Gewinnerfilm: "The Help" 

Die Jury hat sich für diesen Film entschieden, da er die Behandlung der Schwarzen durch die weiße Mittel- und Oberschicht sehr realistisch und bewegend darstellt. Verzichtet wird dabei aber auf unnötiges Pathos und Kitsch. Die Handlung spielt in der Zeit, in der die Bürgerrechtsbewegung mit Martin Luther King in den USA die Gleichberechtigung der Schwarzen in der amerikanischen Gesellschaft einforderte. Beeindruckt hat sie auch die schauspielerische Leistung der drei Hauptfiguren Skeeter, Mini und Aibileen. Alle drei Figuren zeigen sehr viel Zivilcourage und wirken völlig authentisch.

Der Preis von 1.500 Euro geht an das oew-Projekt „Vida y Esperanza“ in Cochabamba/Bolivien, wo Kinder aus benachteiligten Familien eine Schulbildung bekommen und wo ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird.

 

Filmfestival 2011 _ FreundIn hinzufügen

Gewinnerfilm: "Themba"
Mit dem Gewinnerfilm verbunden ist ein Preis von 1.500 Euro, der an das Straßenkinderprojekt “Camm” in Recife, Brasilien, geht. Das Zentrum bietet Minderjährigen eine Chance auf Entwicklung und Bildung und versucht die Kreisläufe von Gewalt und sexueller Ausbeutung zu durchbrechen.

 Der Gewinnerfilm beschreibt die Realität des 11jährigen Themba aus Südafrika, einen großen Fußballtraum zu leben und sich mit der HIV-Infizierung auseinanderzusetzen. Trotz der Verzweiflung der Menschen aufgrund der Armut und Krankheit, wird Afrika in all seinen Farben vorgestellt, es wird eine positive Botschaft herübergebracht, meint die Jury, und dass Themba öffentlich über seine HIV-Infektion redet, heißt, dass er sich nicht vor der Krankheit schämt und offen zur ihr steht.

 

Filmfestival 2010 _ Duft von Freiheit

Gewinnerfilm: "Ein Augenblick Freiheit"

Wir haben diesen Film gewählt, da er sehr packend die tragischen Schicksale von iranischen Flüchtlingen erzählt. Die großen humanitären Missstände werden mit viel Leichtigkeit und trockenem Witz anhand von großartigen Figuren dargestellt. Man lacht und weint zugleich, kommentiert Jonas Ferdigg im Namen der Jury. Das Preisgeld von 1.500 Euro geht an "Sponsoring Children Uganda-Rachele Rehabilitation Centre" in Lira. Etwa 3500 ehemalige KindersoldatInnen werden dort psychologisch betreut und durch Schulbildung resozialisiert.

 

Filmfestival 2009 _ Heimat-fern 

Gewinnerfilm: "Let’s Break - Adil geht"
Das Preisgeld von 1.500 Euro geht an an die Kampagnen "Stop Ilisu - Rettet Hasankeyf!". Das Ilisu-Projekt in der Türkei ist eines der weltweit umstrittensten Staudamm-Projekte.

Mit einem geringen Buget hat die Regisseuring einen tiefsinnigen, aussagekräftigen und realistischen Film gedreht. Wir haben uns im Film wiedergefunden und glauben, dass er besonders Jugendliche berührt, argumentiert die Jury ihre Entscheidung.

 

Filmfestival 2008 _ Um- und Aufbruch zu großen Veränderungen des Lebens

Gewinnerfilm: "Freedom Writers"
Im Rahmen der Gewinnerfilmaufführung wurde das symbolische Preisgeld von € 1.500 an oew-Vorstandsmitglied Patrick Kofler überreicht. Das Geld kommt dem Projekt in Chochabamba/Bolivien zugute, damit Veränderungen im Leben der Bevölkerung, beispielsweise im Bereich der Arbeitsplatzbeschaffung, bewirkt werden können.

Eine junge Lehrerin versucht Jugendliche aus Gangs durch eine etwas außergewöhnliche und einfallsreiche Unterrichtsmethode zu einem veränderten Handeln und Denken anzuregen, um einen Dialog herstellen zu können.

 

Weitere Themen:

Filmfestival 2007: Jugendliche auf der Suche nach ihrem Weg im Fokus des Scheinwerferlichtes

Filmfestival 2006: Zusammenleben

Filmfestival 2005: Globalisierung

Filmfestival 2004: Sklaverei

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