logotype

Hallo Ciao Maroc

Gemeinsam mit dem Amt für Jugendarbeit hat die oew auch 2016 das Projekt „Hallo Ciao Maroc“ begleitet. 16 Jugendliche aus Südtirol nahmen an diesem Projekt teil. Nach intensiven Vorbereitungstreffen starteten die Jugendlichen im Sommer für zehn Tage nach Rabat, Marokkos Hauptstadt.

Die Gruppe fand gut zusammen. Von der oew begleitete Georg Hofer und Anna Gläserer dieses Jahr das Projekt. Der oew ist es ein großes Anliegen, dass die Jugendlichen nach der Rückkehr als Multiplikator*Innen in Südtirol tätig sind, darum wurden bei der Nachbereitung mehrere Projekte ausgearbeitet, die in den Folgemonaten von den Jugendlichen umgesetzt wurden: Unter anderem wurde in mehreren Hauptorten Südtirols ein Film über die Reise gezeigt, außerdem haben die Jugendlichen Diskussionsrunden organisiert und in Schulklassen von ihren Erfahrungen berichtet.

An den Vormittagen trafen sich die Jugendlichen in der Großgruppe, die zur Hälfte aus Südtiroler*innen und zur Hälfte aus Marokkaner*innen bestand. Gemeinsam, spielerisch und interaktiv wurden Themen erarbeitet wie etwa Identität und Kultur sowie Bilder, Vorurteile und Fragestellungen besprochen, die durch die intensive Begegnung und den Austausch im Laufe der Woche auftauchten. Zudem standen Spiele und Aktivitäten auf dem Programm, welche von der Partnerorganisation Bassma geleitet wurden. Die Nachmittage standen zur freien Verfügung, die Jugendlichen hatten da die Möglichkeit  in den Alltag ihrer marokkanischen Altersgenossen zu schnuppern. Ein Schwerpunkt bei den diesjährigen Diskussionen war die Rolle der Frau (Kleidervorschriften, Auftreten in der Öffentlichkeit, etc.). Den Abschluss der Woche bildete ein herzliches Abschiedsessen mit Rückschau, ein paar Tränen und die Hoffnung, sich wiederzusehen.

Am Ende des Austauschprojektes fand eine Nachbereitung statt, in welcher mit den Jugendlichen an weiteren Initiativen und Veranstaltungen gearbeitet wurde. Einzelne Jugendliche engagieren sich nach wie vor als Freiwillige bei der oew. 

 

Eindrücke einiger Teilnehmer*innen:

„Als ich dort ankam, verstand ich, dass die meisten Vorurteile absoluter Blödsinn sind. Zuallererst bemerkte ich, dass Frauen und Männer in Gleichheit miteinander leben und die Frauen nicht wirklich unterdrückt werden, so wie es mir mehrmals prophezeit worden war.“ S.W.

„Ich habe mich dort zuhause gefühlt und mit Marokko lasse ich ein Stück von mir zurück. Jedoch kein großer Verlust, denn ich nehme auch etwas mit: Eine Prise Akzeptanz, etwas Erkenntnis, ein größeres Herz und ein breites Lächeln, das mein ganzes Gesicht strahlen lässt, wenn ich an all die unglaublich lieben Menschen denke, die ich kennenlernen durfte und die mich ein Stück mehr von mir selbst haben finden lassen.“ V.S.

„Das tollste Erlebnis, das ich in Marokko hatte, war die Teilnahme an einer Hochzeit. Es ist etwas ganz besonderes, die muslimische Kultur von dieser magischen Seite kennenlernen zu dürfen. Ich glaube, dass in Marokko zwar vieles anders ist, dass aber die Liebe, ob nun zwischen Männern und Frauen oder Eltern und Kindern, in demselben Ausmaß besteht wie bei uns, sie aber nicht so sehr zur Schau gestellt wird und dadurch zu etwas sehr privatem und kostbarem wird.“ A.P.

 

 

 

Weiterführende Links:

Informationen zum Projekt - Amt für Jugendarbeit

Erlebnisse von TeilnehmerInnen auf franzmagazine.com

 

Lies von uns. Erhalte unseren monatlichen Newsletter:
E-Mail-Adresse

Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button