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Inhalt: Der OEW-Vorstand

Im April 2009 wurde im Rahmen der OEW-Vollversammlung der neue Vorstand gewählt. Er besteht aus 7 Mitgliedern und ist der jüngste Vorstand in der Geschichte der OEW. Die Aufgabe des Vorstandes ist es, Visionen zu entwickeln und die Tätigkeit der OEW strategisch zu planen.

Patrick Kofler, Vorsitzender

Patrick, ernster Blick und Brillen

Ich bin 36 Jahre alt und zweisprachig in Brixen aufgewachsen. Seit 1992 ist Petra Erlacher meine Partnerin, Julian (8), Miriam (6) und Fabian (fast 2) sind unsere Kinder.

Ich bin ausgebildeter Naturwissenschaftler mit der Leidenschaft, große Zusammenhänge erkennen und verstehen zu wollen - über alle Ebenen des Lebens hinweg. Zwei weitere Leidenschaften sind das Reisen (25 Reisen in über 40 verschiedene Länder) und das Filmemachen (meine Liebe zu unseren Bergen erwähne ich hier mal nur am Rande).

Diese drei Leidenschaften haben mich letztendlich dorthin geführt, wo ich jetzt bin. Die Liebe zur Natur und zum Leben, das Erkennen der Zusammenhänge und die Möglichkeiten einer wirkungsvollen Kommunikation haben mich berufsmäßig zuerst in die Gesellschaft für bedrohte Völker und dann in die OEW geführt.

Parallel dazu habe ich Ende 2001 mit drei Kollegen meine Firma für Kommunikation gegründet (momentan 10 Beschäftigte). Als Betrieb Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen und das Engagement in der OEW sind für mich unerlässlich, um an der Gestaltung einer überlebensfähigen Gesellschaft der Zukunft zu arbeiten.

Andreas Penn, Vizepräsident

Der Andi hat immer einen liebevollen Ausdruck.

Ich bin der Andi, jetzt schon seit 10 Jahren im Vorstand und noch kein bißchen müde! In dieser Zeit ist mir die OEW zu einem Stück Heimat geworden und viele Menschen darin zu guten Freunden.

Die Arbeit in der OEW ist sehr bunt und vielschichtig, manchmal auch eine Herausforderung. In erster Line aber ist sie für mich ein Ausgleich zum tagtäglichen Trott, eine gute Möglichkeit, etwas von all dem Guten, mit dem mich das Leben bisher verwöhnt hat, an die Gesellschaft zurückzugeben.

Und ich freue mich auch schon auf die Arbeit im neuen Vorstand. Da sind viele junge Leute mit frischen Ideen dabei (bin ich da jetzt schon der Älteste ...?). Schon nach der ersten Sitzung war mir klar, dass die nächsten drei Jahre sehr spannend und lustig werden.

All das Bemühen und die Kämpfe für das Haus der Solidarität haben uns hier in Milland zusammenwachsen lassen zu einer eingeschworenen Gemeinschaft, die auch gelernt hat, Rückschläge hinzunehmen und doch immer wieder weiterzumachen. Für mich eine großartige Erfahrung und die Erkenntnis, wieviel eine Idee bewirken kann, wenn man an sie glaubt.

Verena Comploj

Verena steht lächelnd vor einer weißen Mauer.

Mein Name ist Verena Comploj. Meine Ausbildung habe ich in Innsbruck begonnen und in Karlsruhe fortgesetzt, wo ich Blockflöte und Kammermusik studiert und als Musikpädagogin gearbeitet habe.

Nach neun Jahren im Ausland kehre ich zurück in meine Heimatstadt Brixen. Arbeits- und Wohnungssuche beginnt. Nur Einheimische lese ich überall. Fast bezweifle ich, ob ich mich hier noch heimisch fühle, in einer Stadt, in der Menschen wegen ihrer Nationalität ausgegrenzt werden. Von draußn inner, von untn auer oder von enten her? Das sind die Fragen, die gestellt werden, wenn jemand neu in Südtirol ist oder nach längerer Zeit wieder zurückkommt. In meiner Studienzeit, in der ich stets mit Musikern aus aller Welt in Kontakt war, ging es um andere Fragen: Was spielst du? Spielen wir zusammen?

Darüber möchte ich als Vorstandsmitglied nachdenken: wie wir alle, Aus- oder Einheimische, "zusammenspielen" können, um ein kontrastreiches, aber wohlklingendes Werk zu schaffen, in dem jede Melodie ihre Berechtigung hat.

Matthäus Kircher

Matthäus trägt lange Haare und schaut ausnahmsweiße ernst drein.

Mein Name ist Matthäus Kircher, ich bin in Brixen geboren und 26 Jahre alt.
Zur Zeit studiere ich an der theologisch-philosophischen Hochschule in Brixen Philosophie. Im Jahr 2005 habe ich neun Monate in Huaraz, Peru verbracht. Als freiwilliger Mitarbeiter konnte ich dort in verschiedenen Projekten der OEW reiche Erfahrungen sammeln und in hautnahen Kontakt mit dem so genannten Süden der Welt treten.

Nach meiner Rückkehr haben wir in Südtirol eine Arbeitsgruppe gegründet, welche sich ausschließlich um die Projekte in Huaraz kümmert und den Kontakt zwischen hier und dort verstärkt aufrecht erhält. Speziell bei der Bewältigung dieser Aufgaben habe ich viel Einblick in entwicklungspolitische Themen gewonnen und dabei nicht vergessen, immer wieder einen kritischen Blick auf unsere eigenen Projekte und Entscheidungen zu werfen. Zudem bin ich seit meiner Rückkehr aus Peru immer wieder für die Lebenshilfe als Betreuer im Einsatz. Dabei habe ich gelernt, wie einfallsreich und kraftvoll Menschen mit Behinderungen ihren Alltag bewältigen.

Nicht zuletzt haben mir meine Reisen vor Augen geführt, in welch einmaligem Land wir leben dürfen und ich bringe immer wieder gerne etwas Zeit auf, um das jenen Menschen hier in Erinnerung zu rufen, die das bereits zu vergessen scheinen.

Sabine Petriffer

Sabine lächelt. Sie trägt lange Haare.

Mein Name ist Sabine Petriffer. Ich bin 24 Jahre alt und wohne in Brixen. Vor 3 Jahren habe ich das Studium Non-Profit-, Sozial- und Gesundheitsmanagement in Innsbruck begonnen und im September dieses Jahres werde ich es beenden.

Im Rahmen des Studiums habe ich bei der OEW mein Berufspraktikum absolviert und bin damit in den Bann der Organisation gezogen worden. Bisher habe ich auch als Buchhalterin (Wolf Fenster AG) und als Betreuerin für Menschen mit besonderen Bedürfnissen (Lebenshilfe) gearbeitet.

Der Vorstand ist ein wichtiges Gremium in der OEW und ich fühle mich sehr geehrt, dass ich die Möglichkeit zur Kandidatur bekommen habe. Insbesondere freue ich mich über euer Vertrauen, das ihr mir geschenkt habt und schenkt. Es ist nicht selbstverständlich, und daher werde ich sorgsam damit umgehen. Die Tätigkeit im Vorstand ist eine neue Herausforderung für mich, die ich gerne annehme und der ich mit Freude entgegenblicke.

Maria Pircher

Maria, kurze rote Haare und eine bunte Kette um den Hals.

Mein Name ist Maria Pircher. Ich bin aus Schenna und habe in Brixen Sozialpädagogik studiert. Ich arbeite zur Zeit als Erzieherin im Landeskleinkinderheim in Bozen mit Müttern und Kindern aus allen Nationen.

Ich kenne die OEW seit ungefähr sechs Jahren. Ich war drei Jahre lang freiwillige Mitarbeiterin in der OEW-Bibliothek und habe zwei Jahre lang im Haus der Solidarität gewohnt.

Meine Hobbys sind Wandern, Theater spielen, Tanzen und in ferne Länder reisen. Ich reiste zum ersten Mal 2001 für ein halbes Jahr nach Guatemala, 2003 für zwei Monate nach Uganda und 2006 für acht Monate nach Finnland. Das friedliche Zusammenleben zwischen den verschiedenen Kulturen liegt mir sehr am Herzen und so freue mich wieder bei der OEW, diesmal als Vorstandsmitglied, mitarbeiten zu dürfen.

Hubert Pörnbacher

Hubert schaut eher nachdenklich weg.

Nun bin ich schon das zweite Mal in den Vorstand der OEW gewählt worden und ich freue mich sehr darüber.
Aufgewachsen bin ich in Sand in Taufers. Ich habe in Wien Wirtschaftsinformatik studiert und dort gearbeitet. Nach meiner Rückkehr bin ich eigentlich direkt bei der OEW gelandet.

Ich wohne mit meiner Frau Verena und unseren Kindern Maya (5) und Emil (10) in Sexten. Zur Zeit bin ich vorwiegend Hausmann. Meine Arbeit innerhalb der OEW hat einerseits einen sozialökonomischen Schwerpunkt, andererseits versuche ich meine Erfahrungen mit nachhaltigen Lebensstilen einfließen zu lassen. In den nächsten Wochen und Monaten stehen wichtige Entscheidungen bezüglich der Herberge des HdS ins Haus und ich hoffe, dass wir gemeinsam eine Lösung finden.


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