Du bist hier: Startseite, Presse, Beitrag.
05/02/2009
Inhalt: Takwenyo: Großer Erfolg - Mädchenchor aus Uganda kehrt gestärkt in die Heimat zurück
Brixen
Am 02. Februar beendete der Mädchenchor aus Gamatui Uganda die 18 tägige Südtiroltournee. Der Besuch war ein außerordentlicher Erfolg. Für die Mädchen, für die OEW und für alle, die sich daran aktiv beteiligt haben. In insgesamt 35 verschiedenen Begegnungen mit Gesängen, Tänzen und Theaterstücken stellten die Mädchen die Kampagne "Bildung gegen Beschneidung" vor. Insgesamt 21.000 Euro stehen nun zusätzlich für die Mädchenbildung zu Verfügung.

Der Mädchenchor Takwenyo, der auf Einladung der OEW und in Kooperation mit der KfB - Katholischen Frauenbewegung und Missio die letzten zwei Jännerwochen durch Südtirol tourte, ist auf große Resonanz gestoßen. Durch ihre Natürlichkeit und Lebendigkeit haben die 14 Minderjährigen die Herzen zahlreicher SüdtirolerInnen berührt. Beim Abschiedsfest am Sonntag im Haus der Solidarität flossen gar einige Tränen. Wir hatten eine schöne Zeit hier in Südtirol, wir haben neue Freunde gewonnen und sind von allen sehr herzlich aufgenommen worden. Diese Erfahrung stärkt uns und wir werden uns nun umso mehr in Uganda für unsere Rechte einsetzen
, meint Esther, die Sprecherin des Mädchenchors.
Vor 12 Jahren hat Isabella Engl von der OEW die Partnerschaft mit Sipi initiiert und in Zusammenarbeit mit Father Henry Bahati die Gamatui Girls School und das Projekt "Bildung gegen Beschneidung" aufgebaut. Es war für uns eine unglaubliche Erfahrung nach einer langjährigen Zusammenarbeit mit Isabella Engl, unsere Kampagne Bildung gegen Beschneidung hier in Südtirol vorzustellen. Denn wir sehen in der Bildung den einzigen Weg, dieses grausame Ritual zu überwinden
, meint Madam Molly, Begleitperson und langjährige Direktorin der Gamatui Girl School.
Das Durchführen einer Tournee mit 14 jungen Mädchen ist kein leichtes Unterfangen. So wissen die Mädchen um ihr Privileg und es erwartet sie nun die Herausforderung, in ihrem Heimatland damit umzugehen. Die Mädchen haben sich darauf gefreut wieder nach Hause zu fahren, ihre Familie wieder zusehen und das Schuljahr zu beginnen. Dort werden sie jedoch weiteren 600 Schülerinnen gegenüber stehen, die nicht das Privileg hatten Europa zu sehen. Ich wünsche mir, dass die Mädchen diese Erfahrung mit den anderen würdig teilen, so dass diese Tournee ein Gewinn für die gesamte Schule ist
, meint Isabella Engl von der OEW.
Neben dem emotionalen Gewinn haben die Begegnungen auch einen beachtlichen Teil an Spenden für die Fortsetzung der Kampagne Bildung gegen Beschneidung gebraucht. Es stehen nun weitere 21.000 Euro für die kommenden Jahre für die Mädchenbildung in Uganda zur Verfügung
, freut sich Isabella Engl. Ein Dank gilt auch an alle Sponsoren wie das Land Südtirol, die Familie Schmidt vom Raffalthof, Sportler AG, Raiffeissenverband, Raiffeisen Eisacktal, Weltläden Bozen, Brixen und Sterzing und an die vielen weiteren UnterstützerInnen, die dazu beigetragen haben, dass sich die Mädchen wohl fühlten.
Silvia Pitscheider


