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Inhalt: OEW-Partnerschaft
Solidaritätsfond Luzi Lintner
Luzi Lintner ist am 8. Mai 1951 am Ritten geboren und am 3. Februar 2008 bei einem Projektbesuch in Bolivien ums Leben gekommen. Brücken bauen zu Menschen wollte Luzi Zeit ihres Lebens. Sie tat dies durch Hinterfragen von Vorurteilen und Begegnung mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen bei uns und im Süden dieser Welt. Geprägt von ihrer langjährigen Erfahrung als Entwicklungshelferin im bolivianischen Urwald war sie überzeugt, dass eine gerechtere Verteilung der weltweiten Ressourcen möglich werden müsse.
Aus Überzeugung und mit Leidenschaft unterstützte Luzi Lintner in Südtirol Obdachlose, ImmigrantInnen, Suchtkranke und Menschen mit Behinderung. Gleichzeitig war sie in Südtiroler Pfarreien unterwegs, um Bewusstseinsbildung in Sachen Teilen zu betreiben. Das war ihr ein Herzensanliegen.
Anhand von Projekten und Aktionen in Dörfern, Schulen und Gruppen versuchte sie Sensibilisierungsarbeit zu leisten.
Jährlich hielt sich Luzi Lintner sechs bis acht Wochen in Südamerika auf, um den Besuch und Austausch von Menschen aus Südtirol und Menschen aus Südamerika in den jeweils anderen Ländern vorzubereiten. Das hatte sie auch am 19. Jänner 2008 vor, als sie nach Bolivien flog, um in Projekten unter anderem in Santa Cruz, Cochabamba nach dem Rechten zu sehen. Sie wollte auch nach Brasilien und Peru reisen, um sich über den dortigen Einsatz der Südtiroler Spendengelder zu informieren.
Sie kam nicht weit. Am Sonntag, 3. Februar verunglückte sie beim Überqueren des bolivianischen Flusses Zapocó 12 Kilometer nördlich von San Antonio. Über eine Notbrücke wollte sie einem Jungen beim Überqueren des Flusses helfen, der aufgrund monsunartiger Regenfälle in den Tagen zuvor stark angeschwollen war. Sich an Seilen und Ästen festhaltend, glitt sie aus, verlor den Halt und wurde von der Strömung mitgerissen. Zwei Tage später fanden Retter sie einige hundert Meter südlich der Unfallstelle tot auf.
Nach dem tragischen Unfall riefen die OEW und das Haus der Solidarität (HdS) einen Solidaritätsfond ins Leben. Dieser soll garantieren, dass die Arbeit der Verstorbenen und ihr Einsatz für Arme, Ausgegrenzte, Außenseiter weitergeht. Denn für die Ärmsten der Armen in den verschiedenen Projekten war Luzi ein Hoffnungsschimmer und Lichtblick umgeben von Dunkelheit. Mit Hilfe des Solidaritätsfonds sollen diese Projekte weiter unterstützt werden.
Kontakt
Silvia Pitscheider, silvia.pitscheider@oew.org
Tel. 0 472 83 39 50
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