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Inhalt: Jahresthema 2010: "Grenz(en)gänger"
Grenz(en)gänger
Liebe Leserinnen und Leser,
ich hoffe, ihr konntet einige ruhige und besinnliche Tage mit euren Lieben verbringen. Ich hoffe auch, dass ihr die Grenze vom vorweihnachtlichen Stress zur stressfreien Zeit bald überwinden konntet. Wahrscheinlich haben viele von euch die Grenze vom Sattessen zum Überfressen überschritten, oder? Seid ihr wieder von gewissen Verwandten besucht worden, die regelmäßig bestimmte Grenzen überschreiten, ohne es zu merken?
Grenzen: akzeptieren oder überwinden?
Der Umgang mit Grenzen ist eine persönliche Entscheidung
Was ist eine Grenze? Warum brauche ich Grenzen? Welche Wirkung haben sie? Wie kann ich mit ihnen umgehen? Warum will ich Grenzen überwinden?
Das richtige Maß -Grenzen und deren Bedeutung aus psychologischer Sicht
Da menschliches Leben untrennbar mit dem biologischen Kreislauf des "Werdens, Wachsens und Vergehens" verbunden ist, bestimmen die Grenzen dieses Naturgesetzes ständig unser Sein. Grenzen verschiedenster Art stellen einerseits Schutz, Geborgenheit und Sicherheit dar, andererseits schließen sie ein, grenzen aus und verhindern die Entfaltung menschlicher Möglichkeiten. Sie können in der Persönlichkeit selbst liegen oder gesellschaftlich entstanden sein.
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Künstliche Grenze, natürliches Afrika?
Um die Berliner Kongokonferenz von 1884 - 1885 ranken sich allerhand Mythen
Die Entdeckung des Seeweges nach Indien am Ende des 15. Jahrhunderts machte es für die Länder Portugal, Spanien, Frankreich und England notwendig, Stützpunkte an den Küsten Afrikas zu errichten. Diese dienten hauptsächlich dem Handel mit Gewürzen, Elfenbein und Sklaven. Die Entwicklung der Plantagenwirtschaft in Übersee bewirkte die Ausweitung des Sklavenhandels.
Alte und neue Grenzen
Wie Grenzen seit Mitte des vorletzten Jahrhunderts an Bedeutung gewonnen und wieder verloren haben
Grenzen sind seit Beginn des 20. Jahrhunderts Wegbegleiter der Globalisierung. Noch um 1800 waren Grenzen vielfach verschwommen, es gab zwar zunehmend präzisere Kartenwerke zur Vermessung der Welt, von Ländern und Territorien, aber in der Alltagserfahrung der Menschen waren Übergänge zwischen Räumen noch lange fließend und unscharf.
Grenzen für Menschen – grenzenloses Kapital?
Uneingeschränkte Bewegungsfreiheit innerhalb der EU sollte in erster Linie für Personen gelten
Der freie Verkehr von Kapital, Waren, Dienstleistungen und Personen sei das Herzstück der EU, ist eine weit verbreitete Ansicht. Doch näheres Hinsehen lohnt sich, denn die Freiheiten gelten nur im Inneren, nach außen könnten die Differenzen größer nicht sein: Kapital darf unabhängig von Herkunft und Qualität frei in die EU einreisen. Bei Menschen ist es nicht so: Hier wird differenziert – nach Herkunft und ökonomischer "Qualität".
Bis zur letzten Grenze
Alexander Langer und sein Streben nach einem friedlichen Zusammenleben der Südtiroler Volksgruppen
Es gibt einen Grenzen überwindenden und einen Grenzen ziehenden Alexander Langer. Einen Brückenschlager und einen Untergräber. Der eine ist der interethnische, und der andere ist der grüne.
Grenzen der Integration
Südtirol muss lernen, sich in der relativ neuen Rolle als Einwanderungsland zurechtzufinden
In Südtirol leben derzeit über 36.000 Ausländer, oder – der weitaus bessere Sprachgebrauch – neue Bürger. Für das Land bedeutet dies eine große Herausforderung. Bewusstseinsbildung zum Abbau von Vorurteilen und Ängsten wird immer dringender. Die Kooperationsbereitschaft muss dabei auf allen Seiten vorhanden sein.
Sag mir wo die Grenzen sind, wo sind sie geblieben ...
Ungarischer Alltag zur Zeit der Wende 1990
Willi Nonn wuchs im Ungarn der 70er und 80er Jahre auf. Als Jugendlicher erlebte er das Ende des Sozialismus mit. Seit 20 Jahren lebt er nun in Südtirol. Für den Rundbrief beantwortete er die Frage Wie war das damals im sozialistischen Ungarn?
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