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15/05/2009

Die Geschichte Boliviens

Von der Zivilisation von Tiahuanaco bis zur Regierung Evo Morales

Aus frühen, hochentwickelten Kulturen wurde Bolivien zur kolonialen Provinz der Weltmacht Spanien, deren Herrschaftsstrukturen bis in die Gegenwart nachwirken. Die Entrechtung der indigenen Bevölkerung wurde weder durch die frühe Unabhängigkeit 1825 noch durch die zahlreichen, nachfolgenden Revolutionen aufgehoben. Auch das seit 1985 herrschende neoliberale Modell brachte keine Fortschritte. Evo Morales, der indigene, 2005 zum Präsidenten gewählte Bauerführer, verspricht endlich grundlegende Reformen.

Simón Bolívar auf einem Pferd, er hält sein Schwert in der Hand.

Bolivien hatte bereits sehr früh (zwischen 600 und 1200 nach Christus) eine hochentwickelte Kultur – die Zivilisation von Tiahuanaco, die später durch die Ausdehnung des Inkareiches abgelöst wurde. An diese Periode erinnern viele Zeugnisse sowie die Sprache der Aymará und Ketschua. Als die Spanier das Land im Jahre 1538 eroberten, wurde Bolivien Teil des Vizekönigreiches Peru und später Teil des Vizekönigreiches des Rio de la Plata.

Im Jahre 1809 begann sich der Widerstand gegen die Kolonialmacht zu formieren, und erst 1825 wurde die Unabhängigkeit ausgerufen. Bolivien ist nach dem Revolutionsführer Simón Bolívar benannt, der auch die erste Verfassung entwarf. In den folgenden Jahren versank das Land in Anarchie und wurde von zahlreichen Kriegen heimgesucht.

In den Jahren 1879 bis 1883 stattfindenden Salpeterkrieg verlor Bolivien einen beträchtlichen Teil seiner Staatsfläche und seinen einzigen Zugang zum Meer (Pazifik) an Chile. Zwar handelte es sich um ein karges Wüstengebiet, das jedoch viele Ressourcen wie Vogelmist (Guano) und Salpeter enthielt.

Aus einigen Kleinkriegen zwischen Kautschuk-Baronen und dem Staat Brasilien entstand 1899 der bis 1903 andauernde Kautschukkrieg. 1903 musste Bolivien im Vertrag von Petrópolis das umkämpfte Acre-Gebiet im Nordosten gegen eine Geldentschädigung den Brasilianern abtreten. Bolivien verlor dadurch den Zugang zu den wasserreichen Flüssen La Plata und Amazonas.

Die folgenden Jahrzehnte waren durch eine nicht enden wollende Reihe von Militärdiktaturen und dem Ausbruch des Chacokrieges (1932-1935) gekennzeichnet, an dessen Ende Bolivien das Gebiet des Gran Chaco einbüßte.

Aus den Präsidentschaftswahlen im August 1997 ging Hugo Bánzer Suárez, der das Land bereits von 1971 bis 1978 diktatorisch regiert hatte, als Sieger hervor. Im August 2001 musste Bánzer aufgrund einer Krebserkrankung das Amt an den Vizepräsidenten Jorge Quiroga übergeben.

Am 6. August 2002 übernahm der gewählte Präsident Gonzalo Sánchez de Lozada die Regierung. Am 17. Oktober 2003 wurde er nach wochenlangen Unruhen vom Volk gestürzt. Ihm folgte Vizepräsident Carlos Mesa im Amt nach.
Seit 2005 hat Bolivien als erstes Land einen indigenen Präsidenten: Evo Morales.

Quelle: http://bolivien.info-centro.com/geschichte.html


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